Stolberger IG Metall stellt Weichen für die nächsten vier Jahre

Von: Michael Grobusch
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Kandidiert erneut als 2. Bevol
Kandidiert erneut als 2. Bevollmächtigter der IG Metall Stolberg/Eschweiler: Ralf Radmacher.

Stolberg. Im Grunde kann das Ende der Geschichte vorweggenommen werden. Wenn am 28. Februar bei der IG Metall Stolberg/Eschweiler die alle vier Jahre stattfindenden Organisationswahlen auf dem Programm stehen, dürfte ein klares Votum der Stimmberechtigten gesichert sein.

Kein Zweifel besteht im Kreise der Gewerkschaftler, dass nach der Auszählung mit Helmut Wirtz der alte auch der neue 1. Bevollmächtigte und Geschäftsführer sein wird. Und auch Ralf Radmacher hat sehr gute Chancen, für vier weitere Jahre als 2. Bevollmächtigter in seinem Amt bestätigt zu werden.

Nun sind derart klare Verhältnisse auch bei der IG Metall längst keine Selbstverständlichkeit. Und auch ganz unabhängig davon, ob die durch die jeweilige Verwaltungsstelle geleistete Arbeit von den Mitgliedern für gut befunden wird, stellt eine solche Wahl grundsätzlich den Abschluss eines peinlichst genau einzuhaltenden Ablaufes dar, der auf einem elementaren Grundsatz beruht: Basisdemokratie.

So laufen bereits seit Anfang Januar und noch bis zum 3. Februar die Wahlen der insgesamt 60 Delegierten, die mit ihrem Votum wiederum am 28. Februar den neuen Ortsvorstand bestimmen werden. In 23 Wahlbezirken, die nach einem Mitgliederschlüssel aufgestellt wurden, sind die Kollegen aufgefordert, ihre Favoriten zu bestimmen.

Diese sollen dann nicht nur im Talbahnhof die Stimme abgeben, sondern auch in den folgenden vier Jahren in den vierteljährlich abzuhaltenden Delegiertenversammlung die Interessen der Metaller vertreten.

Die Einladung zu den Wahlterminen hat die IG Metall durch Aushänge und eine Veröffentlichung in der Metallzeitung übernommen. Zudem benennt der Ortsvorstand in jedem Bezirk einen Wahlverantwortlichen.

„Ansonsten halten wir uns aber aus den Abläufen heraus”, betont Helmut Wirtz, dass die Organisationswahlen eine reine Angelegenheit der Mitglieder sind.

Dabei tauchen allerdings auch in diesem Jahr wieder viele bekannte Gesichter auf den Kandidatenlisten auf. Es ist wie fast überall: „Auch bei uns stehen die Leute in der Regel nicht Schlange. Bis jetzt haben wir aber immer eine sehr kompetent besetzte Delegiertenversammlung gehabt”, weiß Helmut Wirtz um die Qualität und Verlässlichkeit vieler langjähriger Mitglieder, die nicht selten auch in den Betriebsräten ein führende Funktion haben.

45 der insgesamt 60 Namen standen bis Donnerstag bereits fest, die letzte Wahl geht Anfang Februar bei Aurubis Stolberg über die sprichwörtliche Bühne. Am 28. Februar finden die Gewählten dann bei der Delegiertenversammlung im Talbahnhof erstmals in ihrer neuen Besetzung zusammen.

„Das ist eine reine Wahlveranstaltung”, betont Helmut Wirtz, dass anders als bei den übrigen Sitzungen diesmal nur die Delegierten, und nicht alle Mitglieder der IG Metal Stolberg/Eschweiler eingeladen sind.

Gewählt werden an diesem Abend insgesamt 13 Personen. An der Spitze steht der 1. Bevollmächtigte und Geschäftsführer, der in Personalunion hauptamtlich für die Gewerkschaft tätig ist.

Alle übrigen Posten werden mit Ehrenamtlern besetzt. Das gilt für den 2. Bevollmächtigten ebenso wie für die elf Beisitzer. Und noch eine Vorgabe gibt es: Im neuen Ortsvorstand müssen mindestens zwei Frauen sein.

Weitere Vorschläge möglich

„Der Ortsvorstand wird für alle zu besetzenden Ämter einen Kandidaten benennen. Den Delegierten steht es aber frei, bei der Versammlung weitere Vorschläge zu machen”, erläutert Helmut Wirtz den Ablauf.

Für ihn wird es die letzte Veranstaltung dieser Art in seiner aktuellen Funktion sein. „Ich trete 2016 definitiv nicht mehr an”, zieht Wirtz eine klare Grenze.

Dass er sich bis dahin mit voller Kraft als Geschäftsführer und Bevollmächtigter einbringen wird, steht für ihn aber genauso außer Frage. „Wir haben in den Betrieben unserer Verwaltungsstelle einen Organisationsgrad von 70 bis 80 Prozent. Stolberg ist eine Bastion der IG Metall. Und das soll auch in Zukunft so bleiben.”
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