Stolberg/Region - Stolberger Hauptbahnhof: Sanierung soll nun zügig gehen

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Stolberger Hauptbahnhof: Sanierung soll nun zügig gehen

Von: Jürgen Lange
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Moderne Technik zieht ein hinter die sanierten Fassaden: Christian Hartrampf, Ferdi Gatzweiler,Thomas Fürpeil, Andreas Pickhardt und Hildegard Nießen (v.l.) besprechen die Neuerungen im Bereich der Technik und die geplanten Verbesserungen für Reisende vor Ort im neuen Foto: J. Lange

Stolberg/Region. Im ICE-Tempo will die EVS nun auf den Fahrplan achten, damit die Ziele im weiteren Ausbau des Euregiobahn-Netzes pünktlich erreicht werden. Denn über ein Jahr lang zogen sich die Verhandlungen der Stolberger Euregio-Verkehrsschienennetz GmbH mit der Deutschen Bahn über den Ankauf des Stolberger Hauptbahnhofes hin.

„Weil wir absolutes Neuland betreten haben und zahlreiche kleine Details umfangreich zu klären waren”, erklärt Geschäftsführer Thomas Fürpeil und dankt ausdrücklich Paul-Heinz Diekmann, der als Vertriebsleiter der DB Services Immobilien GmbH gemeinsam mit der EVS alle Hürden bis zum Notartermin bewältigt hat.

Das 1888 errichtete, denkmalgeschützte Gebäude mit dem davor liegenden Gleis 43 sind nun Eigentum des privaten Infrastrukturanbieters, der als erstes kräftig in die Substanz investiert.

Bereits am Montag ist die Submission der Rohbauarbeiten, am 2.August beginnen Entkernung, Fassadensanierung und der Einbau neuer Technik. Der Stolberger Hauptbahnhof wird als Betriebszentrale und Stellwerk der EVS seiner Bedeutung als Dreh- und Angelpunkt der Euregiobahn wie des Güterverkehrs auf den einstigen Nebenstrecken weiter gerecht.

Drehscheibe im Euregiobahnnetz

„Eine Entwicklung, die unsere Gesellschafter immer mit Nachdruck unterstützt haben”, sagt EVS-Geschäftsführer Christian Hartrampf. Immerhin bleibt mit DB Schenker Rail der Logistiker für einen Umschlag von mehr als einer Million Tonnen Güter für die Industrie in Stolberg im Hauptbahnhof präsent. Und bis 2012 wird auf einem noch neu zu verlegenden Gleisabschnitt am Hauptbahnhof der Ringschluss der Euregiobahn nach Alsdorf perfekt.

„Das ist ein denkwürdiges Ereignis”, kann Hildegard Nießen zu recht nur schwärmen. Denn als Landtags- und Kommunalpolitikerin, als stellvertretende Bürgermeisterin und als EVS-Beiratsvorsitzende hat sie das Thema Hauptbahnhof ein Leben lang bewegt. Zumeist mit Beschwerden über mangelnde Sauberkeit und fehlende Toiletten wie auch dem früheren Abbau der Bahnverbindungen.

Jetzt lässt die EVS in Zusammenarbeit mit Bund und Land solche Wünsche Realität werde. Mit der Sanierung des historischen Gebäudes wird das Umfeld aufgewertet, eine barrierefreie Toilette entsteht dort, wo einst der Schalterbeamte Fahrkarten verkaufte, Fahrräder finden einen Hort im früheren Gepäckraum, und die Gespräche mit den Verkehrsverbänden über einen gewünschten Servicepunkt laufen bereits.

„Breinig nächster Meilenstein”

Und die DB plant eine barrierefreie Umgestaltung ihres Bahnsteigs am Hauptgleis für 2013. „Spätestens”, setzt Nießen Hoffnungen auf einen früheren Start, denn die EVS wird den neuen Hauptbahnhof bereits Ende 2011 in Betrieb nehmen; im folgenden Jahr wird dann der Euregiobahn-Ring geschlossen sein.

„Das ist ein Meilenstein für Stolberg”, unterstreichen auch Bürgermeister Ferdi Gatzweiler und Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt nicht nur die verkehrspolitische, sondern auch die Bedeutung des Hauptbahnhofes aus städtebaulicher Sicht: „Das Entree in die Kupferstadt wird herausgeputzt”, werde sich auch die Stadt bemühen, im Rahmen ihrer Möglichkeiten das Umfeld in einen ansprechenden Zustand zu versetzen.

Das gewinnt in Zukunft an Gewichtung durch den dritten Bauabschnitt der L238 nebst einer geplanten Anbindung an das Gewerbegebiet Camp Astrid.

Während im Gleisfächer des Hauptbahnhofes die Abnahme der neu verlegten Oberleitungen - die Trennung der Stromversorgungssysteme von DB und EVS gelten als eine Voraussetzung für den Bahnhofsverkauf wie für den Ringschluss - erfolgen, werden die Vertreter der Stadt nicht müde, auf einen noch unerfüllten Wunsch beim Aachener Verkehrsverbund zu drängen: „Der Anschluss Breinigs an die Euregiobahn ist der nächste Meilenstein, der für den Ausbau des Schienennetzes genommen werden muss”, unterstreichen Gatzweiler und Nießen.

„Wir stehen Gewehr bei Fuß”, warten Fürpeil und Hartrampf „nur noch den Auftrag”.
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