Stolberger Fußballerinnen wollen die Saison gut zu Ende bringen

Von: Jan Schlegelmilch
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Stolberg. Lange Zeit war der FC Adler Werth das alleinige Aushängeschild des Stolberger Frauenfußballs. Mittlerweile vertreten die ehemaligen Werther Fußballerinnen die Kupferstadt aber nicht mehr alleine im Spielbetrieb.

Neben der SG Stolberg - dem Nachfolgeverein des FC Adler Werth - stellen auch Adler Büsbach und der VfR Venwegen eine Mannschaft in der Frauen Kreisliga Aachen. Die Stolberger Teams spielen in der aktuellen Spielzeit bei der Vergabe um die vorderen Plätze zwar keine Rolle mehr. Dennoch sind die Verantwortlichen aller drei Vereine mit dem bisherigen Saisonverlauf durchaus zufrieden.

„Es läuft eigentlich gut, auch wenn wir natürlich gerne etwas weiter oben stehen würden”, bilanziert Edith Eisenbeis, Betreuerin des Tabellenelften Adler Büsbach. Die ehemals selbst aktive Fußballerin hat sich zusammen mit ihrem Mann für eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs bei den Büsbachern eingesetzt - mit Erfolg. „Wir wollen die Saison jetzt noch vernünftig zu Ende spielen und dann nächstes Jahr ein paar Plätze höher steigen. Es sind ja viele dabei, die noch nie Fußball gespielt haben”, setzt Eisenbeis der neu formierten Elf keine zu hohen Ziele.

Das tut Gustav Zysk auch nicht. Der Trainer des VfR Venwegen würde die Saison zwar gerne zwischen Platz sechs und neun abschließen, setzt seine blutjunge Mannschaft aber keinesfalls unter Druck: „Wir haben ja absolutes Neuland betreten”, erzählt Zysk mit dem Hinweis, dass viele seiner Spielerinnen noch bei den Juniorinnen spielen könnten.

„Ich habe aber mittlerweile einige 18. Geburtstage feiern können”, sagt der Trainer schmunzelnd. „Spielerisch bin ich mit der Mannschaft zufrieden. Wenn die Mädchen alle bei der Stange bleiben und wir uns auf der Torwartposition verstärken, wird die nächste Saison auch befriedigender laufen.” Seine Torhüterin möchte Zysk damit keinesfalls kritisieren - schließlich hütet die Mutter einer Spielerin notgedrungen das Tor. Und die ohnehin dünne Personaldecke stellt den Trainer häufig vor so große Probleme, dass der VfR in der Rückrunde einmal nicht antreten konnte.

Zu einem Spielausfall ist es bei der SG Stolberg in dieser Saison noch nicht gekommen. Allerdings kennt auch Claudia Weber, selber noch aktive Spielerin bei den Stolbergerinnen, die personellen Probleme. „Das Potenzial ist da. Aber wir haben in der letzten Zeit relativ wenige Spielerinnen und immer wieder Verletzte. Das wirft einen immer ein bisschen zurück”, erzählt die Mittelfeldspielerin.

Dennoch könne man mit dem bisherigen Abschneiden - die SG steht vor Venwegen auf Platz neun - zufrieden sein. „Die Spiele, die realistisch zu gewinnen sind, werden wir mit Herzblut angehen. Wir wollen den guten Gegnern das Leben wie schon in der Vergangenheit schwer machen”, hat Weber die Saison noch nicht abgehakt.

Leicht wird es die SG dem Gegner auch am Sonntag nicht machen. Schließlich steht dann das Lokalderby gegen den VfR Venwegen (Anstoß 15 Uhr) auf dem Spielplan. „Da haben wir natürlich was gut zu machen”, erinnert sich Weber an die 2:3-Niederlage aus dem Hinspiel. Gustav Zysk freut sich hingegen nicht nur auf den sportlichen Vergleich: „Das Spiel ist für mich etwas besonderes, da ich die Betreuerinnen und die Mannschaft der SG als sehr sympathisch erlebt habe. Da freue ich mich richtig drauf.”
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