Stolberger City lockt mit satten Rabatten

Von: Lars Brepols
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Schnäppchenjäger aufgepasst: Mit Rabatten von bis zu 70 Prozent locken derzeit einige Stolberger Einzelhändler in ihre Ladenlokale. Foto: L. Brepols

Stolberg. Die Sonne strahlt, die Cafés sind bis auf den letzten Platz gefüllt. Der Markt auf dem Kaiserplatz zieht die Bürger förmlich an. Heiteres, buntes Treiben bestimmt das Geschehen rund um den Kaiserplatz am gestrigen Mittwoch.

Von Wirtschaftskrise und schlechter Stimmung überhaupt keine Spur. Zudem lässt der inoffiziell am Montag gestartete Sommerschlussverkauf (SSV) die Herzen der Stolberger höher schlagen.

Viele Läden locken derzeit mit Reduzierungen um bis zu 70 Prozent. Nach Schätzungen des Einzelhandelsverbands NRW nehmen in Nordrhein-Westfalen über die Hälfte aller Geschäfte an der zweiwöchigen Rabattaktion teil.

Dieser Trend lässt sich auch in der Kupferstadt beobachten. Überraschend, denn seit dem Wegfall der gesetzlichen Beschränkungen im Jahr 2004 koordiniert der Handel die Sommer- und Winterschlussverkäufe auf freiwilliger Basis selbst.

In einigen Stolberger Läden laufen daher schon seit Anfang Juni Rabattaktionen. Die Schlussverkaufsphasen dehnen sich immer weiter aus, heißt es auch aus Kreisen des Einzelhandelsverbandes. Knallrote Prozentzeichen schmücken derzeit die Schaufenster der Ladenlokale im Steinweg. So bietet das Schuhhaus Zohren bereits seit Wochen zwischen 20 und 30 Prozent auf ausgewählte Paare. „Die neue Mode ist natürlich nicht reduziert. Die Preise für die Stolberger Filiale werden von unserer Geschäftszentrale in Hückelhoven bestimmt”, sagt Verkäuferin Karin Nelles.

Neben Schuhgeschäften beteiligen sich vor allem Bekleidungshäuser und der Lederwarenspezialist „Giesen” am SSV. „Vor allem auf weiße Ledertaschen gewähren wir bis zu 50 Prozent. In den Wintermonaten ist diese Farbe nicht so beliebt”, erklärt Inhaberin Hildegard Giesen.

Ähnlich wie viele Einzelhandelskolleginnen in NRW bezeichnet auch sie die allgemeine Stimmung unter den Händlern derzeit als gut. „Bislang spüren wie die Folgen der Wirtschaftskrise nicht”, sagt Giesen, die dies auch auf ihre exponierte Stellung als einziges Lederwarenfachgeschäft in der Stolberger City zurückführt. Durch den SSV erhofft sie sich jetzt nochmal einen Schub, denn die Verkaufsfläche muss für die neue Ware „freigeschaufelt” werden.

Die positive Einschätzung der aktuellen Situation teilt auch Verkaufsberaterin Sigrid Schäven vom Modehaus Kohler: „Die Wirtschaftskrise ist bei uns momentan kein Thema. Darüber spricht hier auch niemand.” Auch der SSV sei mit dem Wegfall gesetzlicher Beschränkungen im Grunde überflüssig geworden. „Dennoch muss zum Ende der Saison alles raus. So gewähren wir derzeit zwischen 50 und 70 Prozent auf unser Sortiment”, verdeutlicht Schäven.
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