Stolberger Burg ist jetzt fest in einer Hand

Von: Ottmar Hansen
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Bürgermeister Ferdi Gatzweiler (v.l.) sowie Annegret und Monika Lück haben gestern ihre Unterschrift unter den neuen Bewirtschaftungsvertrag für die Burg gesetzt. Darüber freut sich auch Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt. Foto: O. Hansen

Stolberg. Die Stadt Stolberg hat die Bewirtschaftung der Burg neu geordnet. Monika und Annegret Lück, die sich bislang um die Bewirtung der Burgbesucher kümmerten, übernehmen künftig auch den Hausmeisterdienst, den Reinigungsservice und den Wachdienst.

Ein entsprechender Vertrag zwischen der Stadt und den Pächterinnen wurde am Freitag im Rathaus unterzeichnet. Bislang waren Bewirtschaftung, Reinigung und Wachdienst auf der Burg von verschiedenen Unternehmen wahrgenommen worden. „Mehrere Herren auf einer Burg, das geht aber meistens schief“, so Bürgermeister Ferdi Gatzweiler. Deshalb habe der Rat beschlossen, die Burgbetreuung in eine Hand zu legen. Seit die Familie Lück vor zwei Jahren die Bewirtschaftung der Burg übernommen habe, habe das Wahrzeichen Stolbergs eine enorme Belebung erfahren, betonte Ferdi Gatzweiler, bevor er seine Unterschrift unter das Vertragswerk setzte. Monika Lück stellte bei dieser Gelegenheit vor, was sich in der Burg-Organisation ändern soll. So soll das historische Gebäude häufiger für Führungen geöffnet werden. Vor allem Schulen sollen angesprochen werden, damit sich der Stolberger Nachwuchs für das Wahrzeichen der Stadt interessiert. Neue Schilder sollen im Gebäude auf die Sehenswürdigkeiten, wie etwa die Folterkammer, hinweisen.

Die Theke auf der ersten Etage neben dem Rittersaal soll ebenfalls öfter genutzt werden. Die Burg bietet sich als stilvolles Ambiente für Hochzeiten oder Firmenfeiern geradezu an. „Trauungen auf der Burg sind schon ein Renner geworden“, freut sich Monika Lück. Nicht zuletzt, weil eine Hochzeit oben auf der Burg Bestandteil einer Fernsehserie war.

Dass es sich lohnt, die Stolberger Burg und die benachbarte Altstadt zu erkunden, hat sich inzwischen bereits weit über Stolberg hinaus herumgesprochen. 15 Busse aus Aachen mit Spaniern, Italienern und Asiaten steuerten die Burg in den zurückliegenden Wochen an. Auch immer mehr Holländer kommen über die Grenze nach Stolberg, um den attraktiven Stadtteil rund um die Burg zu besuchen.

Und das lasse sich noch ausbauen, versprach Monika Lück. „Wir werden noch mehr Werbung in Belgien und in den Niederlanden machen.“ Zuletzt nächtigte eine Gruppe von niederländischen Journalisten im Kupferhof Rosental. „Sie waren alle angetan von unserer Stadt und werden ihre positiven Eindrücke sicher weiterberichten.“ Ein Renner sind übrigens die „Ritteressen“ auf der Stolberger Burg. Mit Gauklern, Mundschenk, Spanferkel vom Spieß und Honigwein. „Alle diese Veranstaltungen waren bislang ausgebucht“, verspricht Monika Lück eine Ausweitung dieses Angebotes im kommenden Jahr. „Das neue Konzept ist schon aufgegangen. Wir sind auf dem richtigen Weg“, freute sich denn auch der Bürgermeister.

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