Stolberg - Stolberger Beamte hören dieses Jahr 600-fach „Ja”

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Stolberger Beamte hören dieses Jahr 600-fach „Ja”

Von: Heike Eisenmenger
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Erfahrung mit dem Standesamt:
Erfahrung mit dem Standesamt: Der Stolberger Gastronom Gerd Bougé (63) heiratete bereits zum fünften Mal, dreimal in Stolberg, einmal in der Eifel und einmal in Köln. Bärbel Steinbach gab ihm jetzt das Ja-Wort.

Stolberg. Auf ewig sollst du dich binden. Im übertragenen Sinne will das auch Stolberg - und zwar mit seinen Bürgern. Und so wird dem Thema „Heiraten in der Kupferstadt” besondere Aufmerksamkeit geschenkt.

Bürgermeister Ferdi Gatzweiler und seine Crew - das Oberhaupt ist schließlich auch befugt, Ehen zu schließen - haben attraktive Angebote zusammengestellt, die es ermöglichen, den schönsten Tag im Leben individuell zu planen.

In der Konsequenz sind Eheschließungen in Stolberg nicht nur während der offiziellen Dienstzeiten möglich, sondern auch an Feiertagen und an Wochenenden. Das breit aufgestellte Dienstleistungspaket lässt Stolberg in der Beliebtheitsskala heiratswilliger Pärchen nach oben schießen.

Sieben Standesbeamte

Vier „feste” Standesbeamte sowie drei „Aushilfsstandesbeamte” gehören zum Team. Einer aus dem festen Mitarbeiterpool ist Stefan Babic: „Es kommen Paare aus der ganzen Städteregion und aus der Eifeler Gegend zu uns nach Stolberg”, erzählt der 51-Jährige. Flexibilität ist das Gebot der Stunde: Es kann fast zu jedem beliebigem Datum geheiratet werden und auch an unterschiedlichen Orten.

Am bekanntesten dürfte das Standesamt im historischen Rathaus sein. Das Standesamt ist im preußisch-klassizistischen Mitteltrakt des alten Gebäudes untergebracht. Das Standesamt am Kaiserplatz ist wohl am bekanntesten, nicht aber der Favorit. Es rangiert auf Platz zwei in der Hitliste der beliebtesten Heiratsorte in Stolberg. „Auf Platz eins liegt die Stolberger Burg”, verrät Babic. So wie das altehrwürdige Gemäuer den Jahrhunderten trotzt, so soll es auch das Symbol für die ungebrochene Liebe der Heiratswilligen sein. Weniger poetisch ausgedrückt, könnte man auch sagen, die Burg ist schon aufgrund ihrer Optik eine ideale Kulisse für eine Hochzeit.

Kupferhof Rosental auf Rang 3

Ein Ort, wo sich eine Braut wie eine Prinzessin fühlen kann, ist der Kupferhof Rosental in der Innenstadt. Mit viel Aufwand restauriert, ist der Kupferhof zum Schmuckstück der Kupferstadt avanciert und liegt laut Babic auf Platz drei in der Beliebtheitsskala.

Gerne wird auch im Zinkhütter Hof die ewige Treue geschworen, allerdings ist das Industriemuseum an der Cockerillstraße auf eine große Gästeschar zugeschnitten. „Der Zinkhütter Hof ist ideal, wenn man 500 Gäste und mehr unterbringen muss”, findet Babic.

Auch in den Bürgerhäusern kann geheiratet werden, denn auch sie sind offiziell als Standesamt ausgewiesen.

Keine Trauung in der Stadthalle

Die Stadthalle allerdings ist in den erlauchten Kreis der Standesämter (noch) nicht aufgenommen. Dort werden zwar zahlreiche Hochzeiten - insbesondere bei unseren türkischstämmigen Mitbürgern ist die Location beliebt - gefeiert, aber der Akt der Eheschließung darf dort juristisch nicht vollzogen werden.

Kurz zum Prozedere: Eine Kommission prüft vorab, ob die Örtlichkeit für eine Eheschließung den passenden Rahmen bietet. Wobei es Richtlinien gibt, aber sicherlich auch das persönliche Empfinden der Kommission eine Rolle spielen dürfte.

250 Eheschließungen werden in Stolberg jährlich geschlossen. Die Tendenz ist steigend, in diesem Jahr werden es vermutlich sogar 300 sein, schätzt Babic.

Rekordverdächtig

Manche tragen dazu einen beachtlichen Teil bei: Gerd Bougé etwa, der einer Hollywood-Diva wie Elisabeth Taylor Konkurrenz macht. Der Gastwirt aus Büsbach sagte kürzlich zum fünften Mal „Ja”. Auf dass man sich ewig binde.

Heirat ohne Aufgebot,nur nicht mehr am 11.11.

Das Aufgebot, mit dem die beabsichtigte Eheschließung vorab publik gemacht wurde, gibt es aus Gründen des Datenschutzes nicht mehr.

Der 11.11. ist übrigens schon restlos ausgebucht. Wer sich also trauen will, muss sich einen anderen Termin aussuchen.

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