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Stolberg wird das neue Zentrum der Itertalklinik

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
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An diesem Freitag ab 11 Uhr wird Eröffnung gefeiert. Fünfeinhalb Jahre nach der ersten Idee ist das Itertalklinik Seniorenzentrum in Breinig Realität geworden. 10,6 Millionen Euro wurden in den Neubau zwischen Stockemer Hof und Friedhof investiert.
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Willi Claßen (2.v.r.) mit dem Leitungsteam: Diana Henges (Controlling/v.l.), Sabine Weppner (Tagespflege Breinig), Neli Stajduhar (Pflege Breinig), Zeljko Turkalj (Pflegedirektor), Doris Radermacher (Betreutes Wohnen), Tim Wenzel (Technik), Dr. Christoph M. Kösters (Geschäftsführender Gesellschafter) und Markus Henk (Einrichtungsleiter Breinig).

Stolberg-Breinig. Willi Claßen hat unsere Zeitung vom 1. Juli 2011 mitgebracht. Darin zu lesen ist der erste Vorschlag zum Bau des Seniorenzentrums neben dem Friedhof in Alt Breinig. Der Sozialdemokrat hatte damals die Kontakte zu Christoph M. Kösters geknüpft und erinnert sich noch gut an alle Schwierigkeiten, die es seitdem zu überwinden galt.

An diesem Freitag um 11 Uhr sind alle Interessenten eingeladen zur Eröffnung der jüngsten Einrichtung der Itertalklinik Seniorenzentrum GmbH. Unter anderem begrüßt der Breiniger Künstler Emil Sorge begrüßt die Besucher mit einer Ausstellung. „Das zeigt, dass wir sind in Breinig angekommen sind“, sagt Christoph M. Kösters.

Das gilt auch für den Geschäftsführenden Gesellschafter selbst. Vor sechs Jahren wohnte er noch in Aachen, mittlerweile lebt der 68-Jährige in der Kupferstadt. Und seine Gesellschaft wird in Kürze ebenfalls hier firmieren. Kein Wunder, denn Stolberg ist zum Mittelpunkt der Aktivitäten Kösters geworden.

10,6 Millionen Euro wurde in den von der Itertalklinik betriebenen Neubau investiert. Sie bietet nicht nur in Einzelzimmern 73 Plätze in vollstationärer Pflege, sondern auch 33 betreute Wohnungen zwischen 47 und 84 Quadratmeter Größe und zudem zwölf Tagespflegeplätze. Seit Mitte Januar sind die ersten Bewohner eingezogen: 22 im Pflegebereich, und 20 Wohnungen sind mittlerweile vergeben.

„Die Nachfrage hält weiter an“, sagt Einrichtungsleiter Markus Henk. Entsprechend soll der Personalbestand über die derzeit 15 Mitarbeiter vor Ort anwachsen. „Wir suchen dringend Pflegekräfte und -assistenten“, sagt Kösters. „Aber der Markt ist wie leer gefegt“. Mit der Fortschreibung des Pflegegesetztes werde es noch schwieriger, Personal zu finden, dass die höheren Qualitätsstandards umsetzten kann.

In Sachen Qualität und Standard, Ausstattung und Energieeffizienz setzt das Haus in Breinig sicherlich neue Maßstäbe in Stolberg. Das gilt sicherlich auch für das neueste Projekt Kösters mitten in der Kupferstadt, wo er im April 2015 das frühere DRK-Pflegeheim in der Stadthallen-Passage mit 59 Plätzen übernommen hatte. Anfang nächster Woche erwartet Kösters die Genehmigung zum Umbau der kompletten Passage.

66 Einzel- und zwei Doppelzimmer entstehen ebenso wie 20 barrierefreie Wohnungen mit Betreuungsangebot – voraussichtlich bereits bis Ende diesen Jahres. Zudem wird der heruntergekommene Durchgang zwischen Stadthallen-Vorplatz und hinteren Parkplätzen geschlossen; das Café bleibt erhalten. Und bis Mitte nächsten Jahres soll in den Räumen des früheren Verbrauchermarktes die zentrale Großküche für alle aktuell acht Standorte eingerichtet werden.

Nach dem verfahren „Cook and Chill“ (Kochen und Kühlen) soll sie täglich 1000 Mahlzeiten zubereiten und die Einrichtung im ersten Itertal-Haus in Walheim mit 650 Mahlzeiten pro Tag ersetzen. In Stolberg entstehen in der Großküche 30 Arbeitsplätze.

Groß sei das Interesse auch an den 39 barrierefreien und komfortablen Wohnungen mit Betreuungsangebot, die im „Rathaus-Carré“ entstanden sind. „Die ersten Mieter wollen im März einziehen“, sagt Kösters. Mit dem Angebot in der Fußgängerzone sieht der Mediziner eher die „jüngeren Senioren ab 65 Jahre“ angesprochen. Einige Wohnungen seien auch ausreichend groß ausgelegt für einen Bezug durch (Ehe-)Paare.

Neben dem 1997 in Betrieb gegangenen ersten Standort in Walheim und dem 2006 bezogenen Neubau in Kornelimünster übernahm die Itertalklinik im vergangenen Herbst den Standort Simmerath mit 80 Pflegeplätzen und 22 Einheiten für Betreutes Wohnen.

Neu strukturiert wird das Angebot in Roetgen. Die beiden 1999 und 2010 in Betrieb genommenen Häuser werden an der Jennepeter­straße zusammengeführt, um eine Wohngruppe für zwölf Personen und ein Tagespflegehaus mit zwölf Plätzen ergänzt. Das nicht mehr zeitgemäße Haus an der Bundesstraße soll aufgegeben werden. Ein Internat für die Privatschule Conventz ist als Nachfolgenutzung derzeit im Gespräch.

In Planung durch Bremer Investoren ist darüber hinaus das „Neue Zentrum Weisweiler“, wo die Itertalklinik an der Schützenstraße 80 Pflegeplätze, 44 Einheiten für betreutes Wohnen und zwölf Tagespflegeplätze betreiben wird. Die Eröffnung wird für nächstes Jahr erwartet. Damit wird das Angebot der Itertalklinik Seniorenzentrum GmbH weiter aufgestockt. Heute werden rund 500 vollstationäre Pflegeplätze, 170 Einheiten für betreutes Wohnen und 25 Tagespflegeplätze angeboten.

Gut 450 Mitarbeiter engagieren sich für die Senioren. Damit ist das Unternehmen eine feste Größe in der Region und „kann die Synergievorteile“ der unterschiedlichen Standorte nutzen, erklärt Kösters und verweist auch auf „viele Vorteile“ für die Beschäftigten – bis hin zur Bereitstellung von E-Bike‘s und Monatskarten für den Öffentlichen Personennahverkehr.

Derweil können sich die Bewohner der neuen Seniorenresidenz auch auf ein umfangreiches Betreuungs- und Unterhaltungsprogramm freuen. Regelmäßig werden Fahrten und Ausflüge in die Umgebung angeboten – „mit dem Chef, der dann eine Tasse Kaffee spendiert“, sagt Technik-Leiter Tim Wenzel. Das erste große Event nach der Eröffnung ist natürlich zeitgemäß eine Karnevalsparty.

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