Stolberg - Stolberg West: „Es wäre fatal, nicht mit einer Stimme zu sprechen”

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Stolberg West: „Es wäre fatal, nicht mit einer Stimme zu sprechen”

Von: fla
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Knackpunkt Sebastianusstraße: Die Atscher Hauptverkehrsstraße soll im Zuge des Verkehrskonzeptes „Stolberg West” durch eine Ortsumgehungsstraße entlastet und für Fußgänger sicherer werden. Foto: H. Eisenmenger

Stolberg. Ob und wann das Großprojekt, das Verkehrskonzept „Stolberg West”, umgesetzt wird, ist noch nicht klar. Wohl aber, dass die Parteien sich, entgegen ihrer sonstigen Gepflogenheiten, auf ein gemeinsames Vorgehen einigen wollen. „Es wäre fatal, hier nicht mit einer Stimme zu sprechen”, sagt Rolf Engels.

Auf lange Wartezeit einstellen

Der Sozialdemokrat weiß, wie wichtig ein gemeinsames Vorgehen bei diesem Thema ist: „Wir müssen uns ohnehin auf eine lange Wartezeit einstellen.” Dem pflichtet Paul Kirch (CDU) bei: „Wir müssen uns auch fragen, wo wir hinwollen. Es geht um Prioritäten für die betroffenen Stadtgebiete.”

Betroffene Stadtgebiete, das sind im Verkehrskonzept „Stolberg West” Dorff, Breinigerberg, Breinig, Münsterbusch, Büsbach, Liester - und eben Atsch. Gerade der Stadtteil mit direkter Anbindung nach Eilendorf und Verlautenheide sei schon heute ein kritischer Verkehrspunkt, so Engels weiter.

Bereits seit rund drei Jahren werde über eine verkehrstechnische Entlastung diskutiert, dabei sei insbesondere der Verkehrsknotenpunkt Atsch oft Gegenstand von Diskussionen gewesen, die Möglichkeit einer Entlastungsstraße für Breinig sei erst jetzt eine Option geworden.

Das vom Aachener Planungsbüro IVV vorgestellte Verkehrskonzept hätte demnach auch den Nerv getroffen, insbesondere vor dem zu erwartenden noch höheren Verkehrsaufkommen im Zuge des Autobahnanschlusses Eilendorf. „Jede Medaille hat zwei Seiten”, sagt Kirch.

Wann mit dem Bau des Autobahnanschlusses begonnen werde, sei noch nicht klar, wohl aber, dass er „auf jeden Fall kommt”, so Engels. Deshalb müsse Stolberg zeitnah reagieren.

Ein Projekt dieser Größenordnung brauche aber viel Vorlauf, sind sich die Politiker einig. 2011 werde sicher nichts passieren, aber aus planungstechnischer Sicht sei es dennoch ein ganz entscheidendes Jahr.

Dann wollen sich die Parteien auf eine gemeinsame Linie einigen, ein abschließendes, möglicherweise verfeinertes Konzept mit einer genauen Trassenführung erstellen lassen und den Antrag zum Bau einer oder mehrerer Umgehungsstraßen zeitnah beim Landesbetrieb Straßenbau einreichen.

Nicht alle Stadtteile profitieren

Klar sei, sagt Rolf Engels, dass nicht alle Stadtteile gleichermaßen von dem neuen Verkehrskonzept profitieren würden. „Büsbach und Münsterbusch haben da keine Vorteile, eher noch einen Zulauf.” Das gleiche gelte für Dorff.

Bei der Diskussion um eine Entlastung gerade für Breinig und Atsch dürften, so mahnten die Politiker im Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt (ASVU), die bereits im vergangenen Jahr diskutierten östlichen Umgehungsstraßen nicht vergessen werden.

Auch Gressenich, Werth und Mausbach würden in den nächsten Jahren erhöhte Verkehrsaufkommen zu erwarten haben. Im Januar, so die Forderung, soll der zuständige Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt über den diesbezüglichen Stand der Verwaltung berichten.
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