Stolberg - Stolberg Tafel: Suche nach einem Vorsitzende bleibt ergebnislos

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Stolberg Tafel: Suche nach einem Vorsitzende bleibt ergebnislos

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:
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Valentin Schmitz (l.), Wilma Gier und Rolf Wieczarkowiecz suchen dringend nach einem neuen 1. Vorsitzenden für die Stolberger Tafel. Foto: D. Müller

Stolberg. Der Verein Stolberger Tafel bleibt ohne 1. Vorsitzenden. Nachdem Kurt Herpertz dieses Amt im September vergangenen Jahres aus persönlichen Gründen niedergelegt hatte, sind die intensiven Bemühungen des verbliebenen Restvorstands, einen Nachfolger zu finden, bisher erfolglos geblieben.

Auch die Mitgliederversammlung, zu der sich 50 wahlberechtigte Vereinsmitglieder im ökumenischen Gemeindezentrum Frankental eingefunden hatten, förderte keinen neuen Vorsitzenden zutage. Es gab weder Interessenten für das Amt noch Vorschläge aus den Reihen der Mitglieder.

Zudem war die Schriftführerin Anette Riedel aus beruflichen Gründen aus dem Amt geschieden, so dass der vierköpfige geschäftsführende Vorstand drohte, aus nur noch zwei Personen zu bestehen. Doch mit Valentin Schmitz fand sich letztlich ein neuer Schriftführer an der Seite der 2. Vorsitzenden Wilma Gier und des Kassierers Rolf Wieczarkowiecz.

Die Suche nach einem neuen Vorsitzenden gehe nun mit Nachdruck weiter, bekräftigte Gier, die in dem Tätigkeitsbericht der Tafel darauf hinwies, dass nicht nur im Vorstand des Vereins Probleme bestehen. „Wenn wir bewahren wollen, was wir haben, müssen wir verändern“, betonte die 2. Vorsitzende mit Blick auf die Altersstruktur der Tafel-Mitarbeiter.

Von diesen sind derzeit lediglich 20 jünger als 61 Jahre, 79 Mitarbeiter hingegen älter. Die größte Altersgruppe besteht aus 32 Mitarbeitern zwischen 71 und 75 Jahren. „Wir müssen uns dringend verjüngen, um die Zukunft der Stolberger Tafel zu sichern“, appellierte Gier. Vor allem mit Blick auf die Kunden der Tafel, denn deren Altersstruktur stellt sich ganz anders dar: Die größten Gruppen bilden Kinder und Jugendliche unter 20 Jahren, die zusammen rund ein Drittel der zurzeit insgesamt 1529 Tafelkunden in Stolberg bilden. An 296 Tagen jährlich versorgt die Tafel diese wirtschaftlich schwach gestellten Menschen mit Lebensmitteln und anderen Dingen des täglichen Bedarfs.

Hinzu kommen die Ausgabe der Weihnachtspakete und weitere Tätigkeiten. So unterstützt die Tafel einmal in der Woche die Bewohner der städtischen Unterkunft am Kelmesberg und gibt auch Waren an Bedürftige ohne Kundenkarte aus, die von Pfarren und dem Sozialamt vermittelt werden. Ihrerseits vermittelt die Tafel Kunden ohne Krankenkassenschutz an einen Stolberger Allgemeinmediziner sowie an einen Kupferstädter Zahnarzt.

„Damit wir weiterhin für die Menschen da sein können, die unsere Angebote brauchen, müssen wir sowohl einen neuen 1. Vorsitzenden finden, damit der Verein bestehen bleiben kann, als auch jüngere Mitarbeiter für die Tafel gewinnen“, resümierte Wilma Gier.

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