Stolberg - Stolberg setzt auf Tempo beim Park&Ride-Parkhaus mit „Skywalk“

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Stolberg setzt auf Tempo beim Park&Ride-Parkhaus mit „Skywalk“

Von: -jül-
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Das Kopfsteinpflaster kommt längst unter dem Asphalt zum Vorschein: Die Rhenaniastraße soll im kommenden Jahr neu ausgebaut werden; und das neue Parkhaus ein Jahr später folgen. Foto: J. Lange

Stolberg. Auf das Tempo drückt der Stolberger Stadtrat bei Verbesserungen im Umfeld des Hauptbahnhofs. Gestern Abend gab der Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr grünes Licht für die Ausbauplanung der Rhenania­straße. Und bereits am Dienstag hatte im Stadtrat die Koalition aus CDU und SPD im engen Schulterschluss mit der Euregio-Verkehrsschienennetz GmbH (EVS) den Bau eines Parkhauses am Stolberger Hauptbahnhof vorangetrieben, um zügig zu Verbesserungen für Bahnreisende zu kommen.

Auf Antrag der großen Koalition stellte der Stadtrat einstimmig 40000 Euro für die Planungsleistungen bereit: Ein Ingenieurbüro muss die ersten Gedankenskizzen zu dem Parkhaus so detailliert aufarbeiten, dass Grundlagen und Daten für einen Antrag auf Förderung durch den Nahverkehrsverband Rheinland erfolgen kann. Der würde, soweit ist das bereits in vorbereitenden Gesprächen abgesprochen, 85 Prozent der zuwendungsfähigen Bau- und Grunderwerbskosten tragen. Um im Jahr 2014 in den Genuss einer Förderung zu kommen, muss der Antrag bis zum 31. März 2013 eingereicht sein.

Zusätzliche 100 Stellplätze könnten durch ein offenes Parkdeck über mehrere Etagen neben Gleis 44 geschaffen werden. Zusätzlich würde ein „Skywalk“ – eine Fußgängerbrücke über die Gleise – mit Aufzug eine barrierefreie Verbindung vom Parkhaus zum Mittelbahnsteig an der Hauptstrecke zwischen Aachen und Köln ermöglichen.

Bei einem Besuch des Stolberger Hauptbahnhofs vor vier Wochen hatte NRW-Verkehrsminister Michael Groschek das „Skywalk-Parkhaus“ als eine aus­­­­ge­­zeichnete Idee bezeichnet und seine Unterstützung zugesichert bei der Realisierung und den erforderlichen Gesprächen mit der Deutschen Bahn AG, die Eigentümerin der Hauptstrecke und des Mittelbahnsteigs ist. Dessen Sanierung steht im Gegensatz zu den privaten Bahnabschnitten der EVS noch aus.

Mit einem 60-prozentigen Zuschuss aus Bundesmitteln rechnet die Stadt für den Ausbau der Rhenaniastraße zwischen Münsterbachstraße und Hauptbahnhof. Die Gesamtkosten werden mit rund 942000 Euro angegeben; Anlieger werden zu den Kosten herangezogen.

Beim Ausbau soll die Fahrbahn bis zur Probsteistraße eine Breite von 8,50m inklusive zwei Fahrradstreifen plus Gehweg erhalten. Wo möglich, werden Längsparkplätze eingeplant. Im zweiten Abschnitt zwischen Probsteistraße und Hauptbahnhof soll eine 6,50m breite Fahrbahn ohne Radweg ausreichen.

Die Pendler-Parkplätze sollen erhalten bleiben und eine Sichtschutzhecke eine Trennung zum Gleisbett herstellen und die Optik verbessern.

Die Gestaltung des Rondells vor dem Hauptbahnhof soll in enger Abstimmung mit der EVS erfolgen. Ein Mahnmal für deportierte Roma ist in Höhe des Haltepunktes an Gleis 27 vorgesehen.

Anfang Januar soll die Planung in die Bürgerbeteiligung gehen, der Beschluss zum Ausbau ist für den 24. Januar vorgesehen.

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