Stolberg - Stolberg setzt auf das neue Innenstadtkonzept

Stolberg setzt auf das neue Innenstadtkonzept

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
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Hinter schmucken Fassaden erkennt die Verwaltung umfangreichen Sanierungsbedarf. Morgen soll der Stadtrat den nächsten Schritt für das Innenstadtkonzept beschließen. Foto: J. Lange

Stolberg. Nägel mit Köpfen machen möchte jetzt die Verwaltung beim „Entwicklungskonzept Tal­achse Innenstadt“ vor dem Hintergrund der in Reichweite erscheinenden Zuschüsse des Landes. Das könnte sich mit 80 Prozent der Kosten – rund 7,4 Millionen Euro – beteiligen, falls die Stadt die weitere Realisierung des Strabag-Projektes mit der Ansiedlung von Einzelhandel auf dem Zincoli-Gelände auf Eis legt.

Ein Beschluss über einen Verzicht hat der Stadtrat bis dato zwar nicht gefasst, aber die nur noch ausstehenden Satzungsbeschlüsse zur Bauleitplanung, die eigentlich am Dienstag auf der Tagesordnung hätten stehen sollen, erst gar nicht aufgeführt. Statt dessen sollen der Ausschuss für Stadtentwicklung, der Hauptausschuss und der Rat – sie tagen am Dienstag ab 16 Uhr im Stundentakt – sich zur Finanzierung des innerstädtischen Entwicklungskonzeptes im Haushalt des kommenden Jahres verpflichten.

Pilotobjekt am Steinweg

Bereits für das laufende Finanzjahr stehen 959.989 Euro im Budget; davon 191.998 Euro städtischer Anteil. Die Koalition aus SPD und CDU hatte 250.000 Euro in den Budgetplan aufgenommen. Mit diesen Mitteln soll am Steinweg ein Pilotobjekt durch die Stadt initiiert werden, das andere private Eigentümer so begeistert, dass sie ebenfalls ihre Immobilien-Substanz in der Innenstadt sanieren.

Bei der Sanierung der Stolberger Altstadt in den 1980er Jahren hatte ein solches Pilotobjekt – Eselsgasse, Luciaweg und Burgstraße – zu dem erhofften Schneeballeffekt beigetragen. Wo genau das Innenstadt-Pilotobjekt liegen soll und wie die Pläne dafür im Detail aussehen, ist derweil nicht bekannt. Versichert wird von der Verwaltung lediglich, dass zeitgemäßer und barrierefreier Wohnraum geschaffen werden soll – ob mit oder ohne Geschäftslokal gilt als offen.

11,1 Millionen Euro Gesamtkosten

Auch dem Entwicklungskonzept Talachse fehlen noch an vielen Stellen die detaillierten Angaben. Zu den konkreteren Projekten zählt die derzeit in einer Pilotphase getestete Umgestaltung von Rathaus- und Salmstraße, eine Öffnung und Gestaltung des Bastinsweihers sowie eine einheitliche Gestaltung des Verkehrsbereiches von Zweifaller-, Aachener Straße und Steinweg im Bereich des Willy-Brandt-Platzes.

Immer wieder von der Verwaltung angeführt wird auch der Vorschlag, Gebäude am Steinweg anzureißen, um eine freie Sicht auf den Vichtbach und die Burg zu ermöglichen sowie einen Platzbereich zu schaffen, auf dem sich dann das Leben tummeln kann. Beispielhaft genannt wird dafür ein Ladenlokal an der Einmündung der Mühlenstraße.

Insgesamt beziffert die Verwaltung die Kosten für das Innenstadtkonzept bis ins Jahr 2020 auf 11,1 Millionen Euro; 1,8 Millionen Euro davon gelten als nicht förderfähig. Hinzu kommt der städtische Eigenanteil mit 1,857 Millionen Euro, so dass die Stolberger 3,6 Millionen Euro tragen sollen.

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