„Stolberg goes China“: Plattform für wirtschaftlichen Austausch

Von: ds
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Gemeinsam eine Plattform für einen künftigen Austausch bilden: Das wollen Ferdi Gatzweiler (v.l.), Zhen Xu und Detlef Werry. Foto: D. Kinkel

Stolberg. Als Zhen Xu den chinesischen Philosophen Lao-tse mit den Worten „eine Reise von tausend Meilen beginnt mit einem einzigen Schritt“ zitiert, schaut er zu Ferdi Gatzweiler herüber und nickt lächelnd. Dr. Xu verfügt über viele Kontakte in China, insbesondere zur Regierung und der Industrie. Er arbeitet als Berater und Koordinator mit diversen deutschen Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen zusammen. Demnächst vielleicht auch mit und in der Kupferstadt.

Denn „Herr Xu“ ist, wie Ferdi Gatzweiler sagt, ein „Öcher Chinese“, der seine Firma „Eset“ 2004 in Aachen gegründet hat, um die Zusammenarbeit vor allem zwischen Deutschland und China zu fördern. Er ist an die Stadt herangetreten mit der Bitte, den Aufbau von wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der chinesischen Stadt Fengcheng und Stolberg zu begleiten und in die Wege zu leiten. So heißt es jetzt zum zweiten Mal „Stolberg goes... China“, nur dieses Mal nicht kulturell wie im Jahr 2007, sondern wirtschaftlich.

„Das ist ein Pilot, den wir damit starten“, verweist Stolbergs Erster Bürger auf den Informationsabend, der in diesem Zusammenhang am Freitag, 25. Januar, um 19 Uhr im Museum Zinkhütter Hof stattfindet. Eingeladen sind Vertreter aus Industrie und Handel, aber natürlich freuen sich die Veranstalter auch über jeden Besucher, der sich für das Thema interessiert.

In Anlehnung an das erste Stolberger Kulturfestival lädt die Stadt zu einer Präsentation des Wirtschaftsstandortes Fengcheng in der Jiangxi-Provinz im Osten Chinas ein. Der Wirtschaftsraum Fengcheng City erstreckt sich über eine Fläche von 2845 Quadratkilometern mit rund 1,3 Millionen Einwohnern – schon ganz andere Dimensionen als im vergleichsweise eher beschaulichen Stolberg mit rund 60.000 Einwohnern. Darüber hinaus spielt die Stadt in ihrer Region wirtschaftlich gesehen in der ersten Liga. Sie ist gekennzeichnet als Bergbauregion, in der Kohle und Erdgas gefördert werden. Seit dem Jahr 2000 hat sich der industrielle Schwerpunkt auf erneuerbare Energien, chemische Produktion, Lebensmittelindustrie, das sekundäre Rohstoffrecycling, Porzellanwaren und Baumaterialien verlagert.

Durch einen Austausch können beide Seiten nur profitieren, sind sich Gatzweiler und Xu einig, „wir wollen eine Plattform bilden für einen gemeinsamen Austausch“, erklärt der an der RWTH Aachen promovierte Xu, der zwischen Stolberg und Fengcheng als Kontaktperson, Vermittler und Organisator fungieren möchte. „Stolberg hat sich von einer rein metallverarbeitenden Industrie verstärkt zum Dienstleister gewandelt“, sagt Detlef Werry. Dieser Wandel vollziehe sich auch in Fengcheng, so der Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung.

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