Stolberg - Stolberg bietet Atmosphäre, Flair und Glanz

Stolberg bietet Atmosphäre, Flair und Glanz

Von: Johannes Mohren
Letzte Aktualisierung:
Eine Kulisse, um die Stolberge
Eine Kulisse, um die Stolberger beneidet wird: Burg und Altstadt verleihen den Kupferstädter Weihnachtstagen eine ganz besondere Atmosphäre und Stimmung. Foto: J. Mohren

Stolberg. Es ist ein weitgehend unbekannter Duft. Zumindest auf einem Weihnachtsmarkt. Und er kommt auch von einer ganz besonderen Bude. Lahmacun und Gözleme gibt es hier inmitten des (vor-)weihnachtlichen Treibens direkt an der Stolberger Burg.

Ganz ohne Frage wahre Köstlichkeiten, aber gleichzeitig doch echte kulinarische Neuigkeiten auf der bereits langen „Speisekarte” der Kupferstädter Weihnachtstage.

Die türkischen Pizzas und gefüllten Teigtaschen sind eine fremde Note im wohlbekannten „Duftcocktail” von gebrannten Mandeln, Crêpes und Glühwein.

Es ist die tannengeschmückte Bude der türkischen Gemeinde, von der aus sich der Duft verbreitet. „Wir wollen den christlichen Weihnachtsmarkt miterleben”, erklärt Ahmet Ekin.

Der stellvertretende Vorsitzende der „Side” (Verein der türkischen mittelständischen Betriebe) schlürft einen warmen schwarzen Tee und genießt sichtlich die Atmosphäre an diesem kalten Novemberabend.

„Es ist uns sehr wichtig, Verständnis, Toleranz und Respekt gegenüber dem christlichen Glauben zu betonen”, hebt er hervor. Die Bude auf dem Weihnachtsmarkt ist ein schönes Zeichen, das wohl in den nächsten Wochen noch viele Besucher begeistern wird: Denn neben der fremden Note, die die Vielfalt der Düfte wunderbar ergänzt, ist es auch ein wahres kulinarisches Highlight.

Von seinem Standort aus kann Ekin auf den festlich beleuchteten unteren Burghof blicken. Von dort wehen die Klänge der Blasmusikanten der Freiwilligen Feuerwehr die Stufen hinauf - die weihnachtliche Stimmung könnte schon zum Auftakt der Kupferstädter Weihnachtstage kaum besser sein.

Dazu trägt auch Alex Gehlen bei. Der junge Mann hat seine Bude auf dem oberen Burghof eröffnet. Heiße, geröstete Mandeln gehen bei ihm über die Theke und verströmen den köstlichen Mandelduft, der auf keinem Weihnachtsmarkt fehlen darf.

Auch bei der Herstellung der Leckerei mit Hochkonjunktur an den Weihnachtstagen können die Besucher zuschauen. „Auf zwei Kilo Mandeln, kommen fast zwei Kilo Zucker”, berichtet Gehlen. Seine Mandeln sind eine wahrhaft süße Sünde - und schon allein wegen ihres Duftes einfach unwiderstehlich.

Doch nicht nur die in rotes Licht getauchte Burg mit ihren Düften, der weihnachtlichen Musik und den vielen hübschen und geschmackvollen Buden sowie in ihrem Inneren mit einer reichhaltigen Präsentation von Kunsthandwerkern lädt zu einem Besuch ein. Sie ist an diesem Eröffnungsabend für viele Gäste nur ein gelungener Beginn einer wunderbaren „Weihnachtsroute” durch die Kupferstadt.

Die Stufen der Burg hinab führt diese vorbei am Museum Torburg. Hier begeistern während der Weihnachtstage Seifenpresse, Kaffeerösten und ein Printenbäcker die Flaneure aus nah und fern.

„Immer mehr Leute ziehen an einem Strang - gerade deshalb stellt sich auch der Erfolg ein”, betont der Bürgermeister bei seinem Rundgang durch die Stadt. Erfolg durch Gemeinschaft, der überall sichtbar wird. „Die Side hat etwa ganz entscheidend mit dazu beigetragen, dass wir überall in der Stadt diese wunderbare Weihnachtsbeleuchtung haben. Sie haben einen christlichen Brauch gerettet, damit die Tage in und für Stolberg zu einem vollen Erfolg werden können”, berichtet Ferdi Gatzweiler stolz. Und das steht nun bei einem derart vielversprechenden Auftakt und so viel gelebtem Zusammenhalt wohl (fast) außer Frage.
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