Stolberg - Stolberg-App: Neues Wirtschaftskonzept geplant

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Stolberg-App: Neues Wirtschaftskonzept geplant

Von: Jürgen Lange
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Externe Fachleute sollen Stolberger die Unternehmen nach ihren Bedürfnissen und Anforderungen an Wirtschaftsförderung befragen. Foto: J. Lange

Stolberg. Es sind vier Eckpfeiler, auf denen die Wirtschaftsförderungspolitik des Bürgermeisters ruht. Auf Wunsch des Stadtrates legt jetzt Ferdi Gatzweiler für dessen Sitzung am Dienstag in einer neunseitigen Vorlage „Wirtschaftsstandort Stolberg“ die Schwerpunkte seines politischen Konzeptes vor.

Seit dem 1. August vergangenen Jahres übt der Verwaltungschef offiziell die Rolle des obersten Wirtschaftsförderers der Kupferstadt aus. Demnach focussiert Gatzweiler seine Politik auf folgende Punkte, die der Stadtrat absegnen soll: auf eine „verbesserte Außendarstellung von Wirtschaftsförderung und Tourismus“, auf eine „Machbarkeitsstudie zur Breitbandversorgung“, auf die „Erstellung eines Wirtschafts- und Kompetenzprofils einschließlich der Durchführung eines Ansiedlungswettbewerbs für das Gewerbegebiet Camp Astrid“ und auf das „Vorantreiben einer wirtschaftlichen und auch kulturellen Zusammenarbeit mit der Stadt Fengcheng in China“.

Kontakte zu Fachleuten geknüpft

Ausgehend von seiner Analyse erkennt der Bürgermeister insbesondere bei den weichen Standortfaktoren „eine nicht unbedeutende Rolle, aus Sicht der Verwaltung aktiv zu werden und um die Ressource Arbeitskraft / Fachmärkte zu werben.“ Dazu habe er bei seinem Besuch der Expo Real Kontakte mit Marketingstrategen geknüpft, um den Gewerbestandort Stolberg aktiv zu vermarkten.

Erster Ansatz dazu sei ein für die Stadt kostenloses Pilotprojekt auf Basis eines Kooperationsangebotes der Firmen Netcom AG, Neomedia-Verlag und Cityguide AG zu einer internetbasierten Außendarstellung der Kupferstadt. Inhalt ist die Erstellung einer Fachkräftebroschüre, die Entwicklung einer Stolberg-App mit Zugriff auf sämtliche Inhalte der Internetpräsentation, eine Ausweitung der städtischen Präsenz in sozialen Netzwerken, ein Onlinebranchenbuch, ein verbessertes Veranstaltungsmodul sowie die Integration von QR-Quodes. „Das Angebot ist eine echte Neuerung und zurzeit nicht auf dem Markt vorhanden“, unterstreicht Ferdi Gatz­weiler.

Weil eine zukunftsfähige Breitbandanbindung des Stadtgebietes, auf die Gewerbe und Haushalte immer stärker angewiesen sind, kurzfristig aufgrund von Vorschriften und Interessenlagen der Anbieter nicht kurzfristig hergestellt werden kann, will der Bürgermeister im nächsten Jahr 60.000 Euro investieren in eine Machbarkeitsstudie. Auf Basis von Ist-Zustand, Bedarf und Bereitschaft der Anbieter soll ein Konzept zur Finanzierung und Erschließung der Ortschaften und Gewerbegebiete erstellt werden.

Für weitere 60.000 Euro investieren will der Verwaltungschef, mangels ausreichendem eigenen Personals, private Anbieter mit der Durchführung wirtschaftsfördernder Aktivitäten beauftragen. Drei Projekte schlägt Gatzweiler vor: Ziel eines NRW weiten Wettbewerbs soll es sein, Unternehmen mit besonders innovativen Ideen im Camp Astrid anzusiedeln, wobei die Grundstücke kostenfrei bereitgestellt werden sollen – vorausgesetzt das Land, das die Konversion bezuschusst hat, stimmt zu. Weiterhin soll ein Wirtschafts- und Kompetenzprofil zur Positionierung des Standortes Stolberg erstellt werden. Darüber hinaus sollen mit einer Befragung der Unternehmen ihr zukünftiger Bedarf und ihre Anforderungen an die Wirtschaftsförderungen erfasst werden.

In TeTRRA eingebunden

Ausgebaut werden soll der junge Kontakt zur chinesischen Stadt Fengcheng, den im Frühjahr Dr. Zhen Xu, Geschäftsführer der Aachener Firma Eset, mit dem Bürgermeister geknüpft hat. Ausgesprochen ist eine Einladung an Bürgermeister, Rat, Verwaltung und Unternehmen, die Millionen-Stadt in der Jiangxi-Provinz zu besuchen. Ausgesprochen werden soll die Einladung zu einem – für Stolberg kostenneutralen – Besuch einer chinesischen Delegation in der Kupferstadt.

Eingebunden wurde der Kontakt bei einer Auftaktveranstaltung in Stolberg bereits in das bei der Städteregion von Nathalie Malekzadeh betreute Unternehmensnetzwerk TeTRRA (Technologietransfer und Fachkräfte-Rekrutierung im ländlichen Raum), das bei seinem nächsten euregionalen Treffen den Wirtschaftsraum Fengcheng vorstellen möchte, um Kontakte zu interessierten Unternehmen zu knüpfen. Eine von Dr. Xu betreute Delegation des chinesischen Umweltministeriums hat mittlerweile die Wasseraufbereitungsanlage Roetgen besichtigt.

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