Stein zieht nun Kreise im Wasser

Von: -jül-
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Stolberg. „Einen Stein ins Wasser geworfen, damit er Kreise zieht”, so formulierte Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt hat am Donnerstagabend der Verkehrsausschuss gegen die Stimmen von CDU und FDP. Aus deren Sicht, war es eher ein zu früh gefallener „Hinkelstein”, der eher einen kontraproduktiven Effekt hat.

Aus Sicht der Mehrheit aus SPD, Grünen und Linken war es dagegen ein Wink mit dem Zaunpfahl, um zumindest Fortschritte im Kleinen zu erlangen. Denn sie beschlossen, mit einer Beteiligung der Träger öffentlicher Belange die Anordnung von Tempo 30 auf allen Ortsdurchfahrten der Kreis- und Landesstraßen im Stadtgebiet vorzubereiten. Dieses Ansinnen hatte bereits im Vorfeld Kreise unter den betroffenen Behörden gezogen.

Und deren Stellungnahmen hätten CDU und FDP gerne vorab einmal gelesen, um dann zu entscheiden, in welchem Umfang man an eine Umsetzung einer Tempo-30-Regelung anpacken wolle. Denn auch Liberale und Christdemokraten halten auf vielen Abschnitten diese Geschwindigkeitsbeschränkung für erforderlich. Aber halt punktuell, denn diese überörtlichen Straßen haben die Funktion, Verkehre abzuwickeln, wie Khaled El Deib (FDP) und Albert Blau (CDU) verdeutlichten.

Die Mehrheit im Verkehrsausschuss sprach sich aber dafür aus, dass es grundsätzlich eingeführt wird auf den insgesamt 31 Kilometer betroffenen Strecken. „Das ist ein großes und pikantes Verfahren”, zeigte Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt Bewusstsein für die Widerstände der zu beteiligenden Behörden. „Aber wir haben wiederholt, aber vergeblich versucht, gemeinsam mit den Behörden die vielfältigen Probleme in den Griff zu bekommen”, griff Rolf Engels (SPD) zum sprichwörtlichen Zaunpfahl, um Lösungen zu erzwingen. Denn letztlich sie die Stadt anordnende Straßenverkehrsbehörde. Und aus Sicht der Grünen und Linken verdeutlichten Heinrich Willms und Mathias Prußeit, dass sie innerhalb der Ortslagen „grundsätzlich für Tempo 30 sind”.

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