Städtebaulicher Vertrag für Süssendell unterzeichnet

Von: ds
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Unterschrieben: Unter den Augen von Notar Dr. Stefan Schmitz unterzeichneten Andreas Johnsen, Geschäftsführer des AWO-Bezirksverbands Mittelrhein und Bürgermeister Ferdi Gatzweiler für die Stadt Stolberg den städtebaulichen Vertrag. Foto: D. Kinkel-Schlachter

Stolberg. Es ist vollbracht: Der städtebauliche Vertrag für die Realisierung eines Seniorenheims auf dem ehemaligen Ausflugsgelände Süssendell ist unterzeichnet worden.

Dafür trafen sich Andreas Johnsen und Bürgermeister Ferdi Gatz-weiler im Notariat von Dr. Stefan Schmitz und Dr. Ulrich Bous. Johnsen als Bezirksgeschäftsführer der Arbeiterwohlfahrt (AWO) vertrat selbige mit seiner Unterschrift, Gatzweiler die Stadt Stolberg. Gerade einmal acht Seiten dünn ist der Vertrag, rund 40 Seiten Anlage gesellen sich allerdings noch zum Gesamtwerk. „Für jede Schlange ein eigener Paragraph“, scherzte Gatzweiler und wies damit auf den einhergehenden Naturschutz hin.

Sobald die AWO die Baugenehmigung erhält, können die Bagger bei entsprechender Witterung im nächsten Jahr anrollen. Aber vorher geht es eben noch auf Ringelnatter-Fang. Da die Schlange in Deutschland besonders geschützt ist, werden temperierte Bretter auf Süssendeller Gebiet angebracht, um die Ringelnattern anzulocken. Die mögen es nämlich warm. Und wenn sie es sich einmal auf den Brettern gemütlich gemacht haben, bekommen sie eine neue Heimat.

„Wir sind am Endpunkt einer langen Reise angekommen. Wir legen als AWO Wert darauf, dass wir dieses Modellprojekt für demenzkranke Senioren in Stolberg umsetzen können“, sagte Johnsen. Und Gatzweiler bedankte sich gleichermaßen für die vertrauensvollen Gespräche. „Nach vielen Missverständnissen zählt jetzt das Ergebnis“, wollte der Bürgermeister nicht mehr in die bewegte Vergangenheit schauen, sondern freute sich vielmehr darauf, „dass das heiß geliebte Süssendell wieder zum Leben erweckt“ wird.

Mit einem Investitionsvolumen in Höhe von sieben Millionen Euro wird die AWO ein Modell umsetzen, das es innerhalb des Verbandes landesweit kein zweites Mal gibt. Und damit würde Stolberg, so Gatzweiler, zur Vorzeige-Kommune im Umgang mit demenziell erkrankten Menschen. Groß ist die Freude seitens der Stadt natürlich auch über die Schaffung 80 neuer Arbeitsplätze. Und dass die Einrichtung laut Johnsen offen sein und einen dörflichen Charakter haben wird, dürfte auch die Stolberger freuen, wenn sie demnächst auf Süssendell wieder ein Tässchen Kaffee trinken können.

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