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Stadt veröffentlicht neuen Online-Wegweiser für Behinderte

Von: Sara Lienemann
Letzte Aktualisierung:
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Wo gibt es einen Parkplatz, der genügend Platz zum Ein- und Aussteigen mit Rollstuhl bietet? Antworten auf Fragen wie diese gibt der Behindertenwegweiser der Stadt Stolberg im Internet. Foto: ddp

Stolberg. Vom Arbeitsamt über Kirchen und Banken bis hin zu öffentlichen Verkehrsmitteln: Diese Einrichtungen sind nun alle - inklusive Adressen, Telefonnummern und dem Angebot von Fahrstühlen und Behindertenparkplätzen vor Ort - im neuen Online-Behindertenführer der Stadt Stolberg verzeichnet.

Der Wunsch nach einem Stadtführer, der es Senioren und behinderten Menschen erleichtern sollte, Ausflüge oder Besuche in öffentlichen Einrichtungen Stolbergs im Voraus planen zu können, entstand bereits vor einigen Jahren im Behindertenbeirat.

Mit Hilfe vieler Mitglieder des Beirates wurde 1996 ein schriftliches Verzeichnis öffentlicher Einrichtungen herausgegeben. Hier kann nachgelesen werden, ob zum Beispiel an Krankenhäusern, Arztpraxen oder Hotels Behindertenparkplätze und Fahrstühle vorhanden sind.

Mit der Zeit kam allerdings die Idee auf, den Behindertenwegweiser mit Hilfe des Internets professioneller zu gestalten. „Ein Printmedium wird regelmäßig überholt, wenn sich zum Beispiel Telefonnummern oder Adressen ändern”, sagt Jürgen Gerres vom Amt für Wirtschaftsförderung, Kultur und Tourismus, der den Online-Behindertenwegweiser erstellt hat. In zwei Sitzungen eines Arbeitskreises enstand so die Idee für einen Online-Behindertenführer, der im Jahr 2000 erstmals im Internet erschien.

Dafür hat der Behindertenbeirat eine Umfrage unter Betroffenen vorgenommen und ihre Wünsche eingeholt. Der aktualisierte Behindertenwegweiser, der sich momentan noch in der Testphase befindet, ist ab heute offiziell auf der Stolberger Stadtseite unter der Rubrik Bürgerservice zu finden, wird dort aber bald auch als eigener Punkt erscheinen.

Barrierefreie Inhalte

Die Seite ist unkompliziert gehalten und außerdem, wie gesetzlich vorgeschrieben, barrierefrei. Das heißt, Inhalte sind so aufgeführt, dass sie zum Beispiel von Menschen mit Farbenblindheit problemlos gelesen werden können. Hier können sich Betroffene also über Adressen, Telefonnummern und das Angebot an Fahrstühlen oder Behindertenparkplätzen informieren.

Am Donnerstag wird der Behindertenwegweiser in der Sitzung des Behindertenbeirates vorgestellt. „Kritik und Anregungen von Betroffenen sind sehr wichtig”, erklärt Martina Harperscheidt, Mitarbeiterin des Sozialamtes in der Geschäftsstelle des Behindertenbeirates, die für den Inhalt des Wegweisers verantwortlich ist. „So können Inhalte ständig aktualisiert werden, und es kann nachgelesen werden, wo sich zum Beispiel momentan Baustellen befinden.”
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