Stolberg - Stadt trennt sich von Gut Steinbachshochwald und Forsthaus

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Stadt trennt sich von Gut Steinbachshochwald und Forsthaus

Von: -jül-
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Stolberg. Wer seine Immobilien günstig verkauft, gewinnt doppelt. Zum einen vereinnahmt er den Kaufpreis, zum anderen muss er dringend anstehende Investitionen nicht vornehmen. Die Stadt Stolberg exerziert dies jetzt mit zwei Objekten vor.

Im Hauptausschuss am kommenden Dienstag steht ein Verkauf des landwirtschaftlichen Anwesens Gut Steinbachshochwald zur Tagesordnung. Einer der heutigen Pächter ist bereit, die Gebäude sowie rund 300.000 Quadratmeter Fläche anzukaufen und rund 140 Morgen landwirtschaftliche Nutzfläche von der Stadt zu pachten.

Diese behält sich die Option vor, dort an geeigneter Stelle Windenergieanlagen aufzustellen bzw. aufstellen zu lassen. Außerdem bewahrt sie durch die Verpachtung die Option, in späteren Jahren Flächen für eine mögliche Erweiterung des Gewerbegebietes Camp Astrid umwandeln zu können.

Den Verhandlungen vorangegangen war eine Bewertung des Gutes durch den Gutachterausschuss der Städteregion. Der stellte fest, dass die Gebäude „nur auf Grund der in der Vergangenheit durch die Pächter bereits intensiv vorgenommenen Investitionen überhaupt noch eine geringe Restlebensdauer aufweisen”. Mindestens eine halbe Million Euro müsste die Stadt investieren, um eine Vermietbarkeit über das Ende der Pachtdauer im November 2014 gewährleisten zu können.

Darüber hinaus müsste die Stadt zur Sicherstellung des Brandschutzes einen Feuerlöschteich anlegen, wofür mit weiteren 130.000 Euro kalkuliert wird. Diese Investitionen werden beim Verkaufspreis berücksichtigt und gehen bei einem positiven Beschluss des Hauptausschusses auf den zukünftigen Käufer über.

Bereits verkauft hat der Stadtrat die Dienstwohnung des Försters. Das Liegenschaftsamt kalkulierte einen Aufwand von bis zu 200.000 Euro, der in das 1969 errichtete Forsthaus hätte investiert werden müssen. Der Förster verpflichtet sich bis zu seinem Ausscheiden aus dem Dienst, dort ein Forstbüro zu erhalten. Ein möglicher Nachfolger muss dann auf ein Forsthaus als Dienstsitz verzichten.
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