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Stadt prüft Bau eines Sportparks an der Hammstraße

Von: Michael Grobusch
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Am Platzangebot würde der Bau eines Sportparks an der Atscher Hammstraße mit mehreren Fußballplätzen sicherlich nicht scheitern. Foto: M. Grobusch

Stolberg-Atsch. Die Idee ist sehr gut. So gut, dass sie wie ein Staatsgeheimnis gehütet wird. Die Gedankenspiele, über die derzeit noch niemand so recht öffentlich und offiziell sprechen möchte, drehen sich um das Sportgelände des SV ASA Atsch.

Viel Platz hat es zu bieten, eine günstige Lage fern ab jeglicher Wohnbebauung ebenso. Und das Gelände bietet noch einen großen Vorteil: Die Eigentumsverhältnisse sind geklärt, der Besitzer ist der Verein. Gute Voraussetzungen also, um auf der schwierigen Suche nach geeigneten Flächen für neue Sportplätze im Stadtgebiet fündig zu werden.

„Das ist sicherlich eine interessante Variante. Doch ehe ich mich dazu äußere, möchte ich zunächst mit unseren Mitgliedern sprechen”, hielt sich der ASA-Vorsitzende Ralf Simons auf Anfrage unserer Zeitung bedeckt.

Noch weniger war von Wolfgang Zimdars zu erfahren. Zwar hat der städtische Sportdezernent und Kämmerer nach Informationen unserer Zeitung zu dem Thema in der vergangenen Woche gemeinsam mit Sportverwaltungsamtleiter Udo Griese ein erstes Gespräch geführt - in diesem ging es im Übrigen auch um die vom Verein zu tragenden Kosten wegen des erhöhten Energieverbrauchs. Bestätigen wollte er dies allerdings auf Nachfrage allerdings nicht.

Grundzüge des potenziellen Projektes werden dennoch bereits in Fußballerkreisen diskutiert. Demnach könnte an der Hammstraße ein Sportpark entstehen, der bis zu drei Fußballfelder umfasst und von mehreren Vereinen genutzt wird.

Dabei gilt noch abzuwarten, inwieweit die an mehreren Stellen laufenden Fusionsverhandlungen zu einem Abschluss kommen und damit der Realisierung des Projektes zuträglich sein könnten. Der SV ASA selbst hat in der Vergangenheit keinen Hehl daraus gemacht, dass er an einer Kooperation oder sogar an einem Zusammenschluss mit dem FC Münsterbusch interessiert ist.


Auch andere Klubs aus der Innenstadt sondieren derzeit die Option der Fusion.

Sondierungsarbeiten laufen dem Vernehmen nach auch im Rathaus. Geprüft werden muss vor allem, inwieweit das großzügige Gelände an der Hammstraße, das geschätzte 40.000 Quadratmeter umfasst, Einschränkungen durch Naturschutzbestimmungen oder Bebauungsplänen unterliegt, wenn es darum geht, dort Kunstrasenplätze anzulegen und ein neues Sportheim zu bauen.

Außerdem sucht die Verwaltung - das allerdings gilt nicht nur für die Prüfung in Sachen Atsch - Fördertöpfe vornehmlich des Landes, aus denen Mittel in die Kupferstadt fließen könnten.

Auch die Frage der Finanzierung verlangt natürlich nach einer Antwort. Diese wird maßgeblich davon abhängen, welche Vereine sich am Ende tatsächlich an dem Modell beteiligen würden und in welchem Maße sich deren alte Sportplätze als Bauland vermarkten lassen.

Nicht zuletzt wäre noch zu klären, wie die Mitglieder der betroffenen Vereine zu einer solchen Option stehen würden. Einen ersten „Stimmungstest” wird es vermutlich am Freitag kommender Woche geben, wenn sich im Vereinsheim die Mitglieder des SV ASA Atsch zur Jahreshauptversammlung einfinden. Nicht auszuschließen, dass aus einer sehr guten Idee dann etwas mehr werden wird.
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