Spielplatzmangel: Zeitnahe „Minimallösung” für Büsbach geplant

Von: Dirk Müller
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Vor allem die Büsbacher Kinde
Vor allem die Büsbacher Kinder freuen sich über die „Minimallösung” am Neubaugebiet Brockenberg als wichtigen ersten Schritt. Foto: D. Müller

Stolberg-Büsbach. „Das Jugendamt will Spielplätze in Büsbach”, betonte der Fachbereichsleiter Willi Seyffarth in einem Gespräch, zu dem er sich mit den Anwohnern des Neubaugebiets Brockenberg vor Ort getroffen hatte.

Gleichzeitig verwies er jedoch auf die Handlungsunfähigkeit der Kommune, die aufgrund ihrer Haushaltssituation keine freiwilligen Ausgaben tätigen dürfe. Selbst wenn Spielgeräte aus Spenden oder Stiftungen finanziert werden würden, müsste die Stadt ihrer Verkehrssicherungspflicht für einen öffentlichen Spielplatz im Bereich Eburonen- und Gallierweg nachkommen.

Ebnung der Fläche, Umzäunung des Spielplatzes, Schaffung eines sicheren Zugangs und dauerhafte Gewährleistung, dass keine Verletzungsgefahr besteht, würden Geld kosten - Geld, das die Stadt nicht zur Verfügung habe.

Erst durch die Konsolidierung des Stolberger Haushalts und wiedererlangte finanzielle Handlungsfähigkeit könnten die Pläne für die Einrichtung eines städtischen Spielplatzes am Brockenberg umgesetzt werden. Die Teilnahme der Kupferstadt an dem Stärkungspaket Stadtfinanzen könne aber eventuell dazu beitragen, mit dem Bau des geplanten Spielplatzes noch vor 2016 zu beginnen. Seyffarth war allerdings nicht nur mit schlechten Nachrichten und mit „leeren Händen” nach Büsbach gekommen, sondern machte den Bürgern einen Vorschlag, den er als „Minimallösung” bezeichnete.

Diese Lösung habe den Vorteil, kurzfristig umsetzbar zu sein und sei geeignet, die Wartezeit auf den im Bebauungsplan vorgesehen Spielplatz zu überbrücken: Der Leiter des Jugendamts regte an, einen „wohnortsnahen Kommunikationspunkt” in dem Grünflächenbereich zu schaffen. Hierzu könne die Stadt auf bereits vorhandene Ressourcen zurückgreifen, so dass keinerlei Ausgaben für den kommunalen Haushalt damit verbunden seien.

Die Verwaltung könne zwei Sitzbänke aus dem Forst bereitstellen , und in Verbindung mit ebenfalls verfügbarem Sand vom städtischen Bauhof würde so ein Treffpunkt in der Neubausiedlung am Brockenberg entstehen, der auch eine Spielmöglichkeit für Kinder böte. Die Anwohner begrüßten die vorgeschlagene Zwischenlösung als einen ersten Schritt in Richtung „echter Spielplatz”.
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