Stolberg - Spielhallen in Stolberg sind gut besucht

FuPa Freisteller Logo

Spielhallen in Stolberg sind gut besucht

Von: Ottmar Hansen
Letzte Aktualisierung:
9002016.jpg
In Stolberg werden jährlich elf Millionen Euro in Geldspielautomaten gesteckt. Ein Betrag, der rund 550.000 Euro Steuereinnahmen für die Stadt einbringt. Foto: stock/Steffen Schellhorn

Stolberg. Wer seinen Euro in ein Geldspielgerät in einer Kneipe oder in einer Spielhalle wirft, unterstützt damit auch die Stadt Stolberg. Rund 550.000 Euro nimmt die Stadt aus der Vergnügungssteuer jährlich ein.

Auf Empfehlung des Städte- und Gemeindebundes soll die Besteuerung der Spielhallen neu geregelt werden. In den meisten Kommunen wurde bisher das Einspielergebnis besteuert. Also das, was nach Abzug des Gewinns für die Spieler beim Automatenbetreiber hängenblieb.

Jetzt soll auf den Spieleinsatz, also jede Münze, die in den Automaten gesteckt wird, eine Steuer fällig werden. Die Stadt Stolberg war ihrer Zeit allerdings voraus. Schon im Jahr 2012 wurde hier die Besteuerung des Spieleinsatzes eingeführt. Bürgermeister Tim Grüttemeier: „In Stolberg wurde schon ab dem Steuerjahr 2012 bei der Vergnügungssteuer für Apparate mit Gewinnmöglichkeit auf den Maßstab Spieleraufwand umgestellt.“ Eine Satzungsänderung sei nicht mehr erforderlich. Prompt habe sich die Einnahme aus der Vergnügungssteuer mehr als verdoppelt, so der Bürgermeister auf Nachfrage.

Nahm die Stadt im Jahr 2011 noch 230.000 Euro an Vergnügungssteuer von den Spielhallen ein, waren es im Folgejahr besagte 550.000 Euro. „Ursache ist die Einführung des neuen Maßstabs mit weniger Manipulationsmöglichkeiten und die Festsetzung des Steuersatzes auf fünf Prozent“, erläutert Tim Grüttemeier.

Das setzt voraus, dass die Kommune weiß, wie viele Spielgeräte in ihrem Zuständigkeitsgebiet aufgestellt sind. Und was reingesteckt wird. Grüttemeier: „Die in Stolberg aufgestellten Apparate hatten schon 2012 entsprechende elektronische Auslesemöglichkeiten. Nur in drei Fällen sei seinerzeit noch abweichend besteuert worden. Nach Auflistung der Stadtverwaltung gibt es in Stolberg 194 Geldspielgeräte. 94 davon stehen in Gaststätten, 100 in Spielhallen. Die Zahl sei zuletzt geringfügig gestiegen, so Grüttemeier. Pro Jahr werden in Stolberg rund elf Millionen Euro in diese „Groschengräber“ gesteckt. Der Steuersatz sei nach der geltenden Rechtsprechung ausgereizt, eine weitere Steigerung somit nicht möglich.

Neben den Geldspielautomaten werden auch Tanzveranstaltungen und Internetplätze besteuert. Aber der Bürgermeister betont: „Diese Einnahmen sind in Stolberg sehr gering.“

In der Nachbarstadt Eschweiler wandern übrigens 20 Millionen Euro jährlich in die Geldspielgeräte, die Steuereinnahmen dort liegen bei 616.000 Euro.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert