Stolberg - SPD fordert offene Diskussion über Schulstrukturen

SPD fordert offene Diskussion über Schulstrukturen

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Stolberg. Äußerst kritisch hat am Donnerstag die Stolberger SPD-Fraktion auf die Äußerungen des CDU-Landtagsabgeordneten Axel Wirtz zur Gesamtschule reagiert.

„Herr Wirtz fürchtet um die Ruhe an der Schulfront in Stolberg. Das Ruhebedürfnis wäre gerechtfertigt, wenn das heutige, mehrgliedrige Schulsystem noch zeitgemäß wäre und den Anforderungen der Zukunft genügen würde”, erklärte der Fraktionsvorsitzende Dieter Wolf. „Alle großen Bildungsstudien zeigen einen Mangel an Gerechtigkeit auf. Aufgabe ist, künftig möglichst alle Kinder zum Bildungserfolg zu führen, unabhängig von der sozialen Herkunft.”

Als weitere Begründung für einen Handlungsbedarf führt Wolf an, dass in den Jahren 2003 bis 2008 insgesamt 1010 Stolberger Jugendliche auswärtige Schulen besuchten. „Davon der überwiegende Teil die Gesamtschulen in Eschweiler, Langerwehe und Brand”, betont Ratsherr und Parteichef Martin Peters.

„In fast allen Bundesländern findet eine ernsthafte Diskussion über die zukünftigen Schulstrukturen statt, wobei uns natürlich bewusst ist, dass diese Frage allein nicht entscheidend für die Qualität der Schule ist. Nur die NRW-CDU mit Axel Wirtz verweigert sich dieser unausweichlichen Diskussion, verharrt in einer starren ideologischen Blockadehaltung und richtet den Blick nicht auf die Wünsche und Erfordernisse von Eltern, ihren Kindern, Pädagogen und Kommunen.”

„Die Schulministerin und der Landtagsabgeordnete führen als Argumente gegen die Gesamtschule die Hürden an, die sie selbst errichtet haben”, zeigt sich Fraktionsvize André Brümmer überzeugt. Unter der CDU-geführten Landesregierung sei kein Ganztagsunterricht an Gesamtschulen genehmigt worden.

Dass noch nie so viel Geld in die Stolberger Schulen geflossen sei wie in den vergangenen Jahren, stellt Dieter Wolf mit Blick auf eine entsprechende Feststellung von Axel Wirtz nicht in Frage. Seine Interpretation freilich fällt anders aus: „Das ist der unstrittige Erfolg von Bürgermeister Ferdi Gatzweiler und der ihn tragenden Gestaltungsmehrheit von SPD, FDP, Bündnis 90 und ABS.”
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