Stolberg - Spaß haben und dabei etwas Gutes tun

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Spaß haben und dabei etwas Gutes tun

Von: Michael Grobusch
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Stolberg. Am Samstagabend wird gefeiert, das steht fest. Hans-Josef Wellmann setzt alle Hebel in Bewegung, wenn es darum geht, Gelder für die Aktion „Mittagessen im Kindergarten” zu sammeln. Der Buttonverkauf, an dem sich auch mehrere Fraktionen des Stolberger Stadtrates beteiligen, ist hervorragend angelaufen.

Die Werbung für die Übernahme von Patenschaften zeigt zunehmend Erfolg. Und auch der Benefizabend, der am Samstag ab 19 Uhr im Jugendheim Münsterbusch stattfinden wird, soll einen Beitrag zur weiteren Sicherung der Hilfsaktion leisten.

Das Programm kann sich wahrlich sehen lassen, der AWO-Vorsitzenden hat seine Beziehungen zur lokales Karnevalsszene spielen lassen. Die sorgt für das Rahmenprogramm des Abends, der in erster Linie als Aufforderung zum Tanz verstanden werden soll. Die passende Musik wird Frank Hoffmann auf seiner Orgel liefern.

Auftritte haben in loser Folge „Die Hexen” der KG Mönsterböscher Jonge”, die Inde-Rebellen, Büttenredner Heini Mercks und die Showtanzgruppe der KG „De Wenkbülle”. „Sie alle treten unentgeltlich auf”, freut sich Hans-Josef Wellmann, dass das eigene ehrenamtliche Engagement, das er und seine Mitstreiter von der Arbeiterwohlfahrt leisten, in gleicher Weise unterstützt wird. Unterstützung gibt es auch vom Kooperationspartner des Projektes, dem Jugendamt. Dessen Mitarbeiter haben sich bereit erklärt, die Bewirtung der Gäste zu übernehmen.

Die Küche wird bodenständig geprägt sein, die Getränke gibt es zu moderaten Preisen. Der Reingewinn kommt in beiden Fällen dem „Mittagessen im Kindergarten” zugute, das immer häufiger bei der AWO beantragt wird. Gut 150 Kinder sind es derzeit, die in den Stolberger Kindertagesstätten täglich ein kostenfreies Mittagessen serviert bekommen. „Und die Zahl steigt weiter an”, beschreibt der 2. Vorsitzende Manfred Steffens den Trend, der sich längst nicht mehr nur auf die Einrichtung im innerstädtischen Bereich beschränkt.

Trotz des zuletzt verzeichneten Aufwärtstrendes bei den Spendeneingängen kommt dem Benefizabend deshalb eine besondere Bedeutung zu. „Und wenn sich den Menschen die Möglichkeit bietet, Spaß zu haben und zugleich noch etwas Gutes tun zu können, dann ist das doch eigentlich optimal”, stellt Hans-Josef Wellmann fest.

Im Wort „eigentlich” schwingt aber durchaus auch eine gewisse Skepsis mit, die bedingt ist durch den überaus schleppenden Vorverkauf. Gerade einmal 70 Karten waren bis zum gestrigen Abend an die Frau und an den Mann gebracht worden. „Das ist enttäuschend und viel zu wenig”, gibt Wellmann unumwunden zu. Zwar ist schwer einzuschätzen, wie viele Stolberger den Weg zur Tageskasse wählen werden.

„Wir machen uns aber durchaus Sorgen, dass wir an diesem Abend nicht auf die erhoffte Resonanz stoßen werden”, so der AWO-Vorsitzende.

Das aber kann eigentlich nicht sein. „Wer einmal in einem Kindergarten gewesen ist und beobachtet hat, wie dankbar und mit welcher Begeisterung die Kinder ihr Mittagessen einnehmen, der weiß, wie wichtig die Unterstützung dieser Aktion ist”, verbindet Manfred Steffens seine Beschreibung mit einem Appell. Fast 50000 Euro müssen mittlerweile jährlich für „Mieki” aufgebracht werden, öffentliche Gelder gibt es für die Verteilung der Mittagessen nicht. „Umso wichtiger ist es, dass der Benefizveranstaltung angenommen wird”, unterstreicht der 2. AWO-Vorsitzende und verweist auf den Vorverkauf.

Noch heute und in den kommenden beiden Tagen können Eintrittskarten zum Preis von 5 Euro jeweils vormittags in der Geschäftsstelle der Arbeiterwohlfahrt in der Kupfermeisterstraße 6 erworben werden. Geöffnet ist natürlich auch die Abendkasse am Samstag im Jugendheim Münsterbusch.
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