Sorgen um die Zukunft des Rolandshauses

Von: dö
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Zwei Räume im Erdgeschoss des
Zwei Räume im Erdgeschoss des Rolandshauses an der Steinfeldstraße sind der Stolberger Kolpingsfamilie notariell zugesichert. Die Pfarre St. Lucia ist Eigentümerin und will das auch vorerst bleiben. Foto: H. Eisenmenger

Stolberg. Sorgen bereitet der Kupferstädter Kolpingsfamilie, die sich jetzt im Rolandshaus zur Jahreshauptversammlung traf, die Zukunft des Rolandshauses und den damit verbundenen Bestand der von den Kolpingfreunden genutzten Räume.

Wie Peter Mensger, Vorsitzender der Kolpingsfamilie, bestätigte, besitzt die 60 Mitglieder starke Gemeinschaft ein notariell beglaubigtes Recht, dass ihr die Nutzung von derzeit zwei Räumen unterschiedlicher Größe im Erdgeschoss des 1973 eingeweihten Gebäudes zusagt.

Auch wenn inzwischen laut Mensger die katholische Pfarrgemeinde St. Lucia mitgeteilt hat, dass sie weiterhin Eigentümerin des Rolandshauses bleiben will und einen Verkauf der Immobilie momentan nicht in Erwägung zieht, sind damit für die Kolpinggemeinschaft noch lange nicht alle Fragen geklärt. Unterstützt werden die Kolpingfreunde in ihren Bemühungen, den Weiterbestand ihrer Räume sicherzustellen, von dem in Köln ansässigen Dachverband, der die Bezeichnung Kolpingwerk trägt.

„Wir sind aber zuversichtlich, dass die noch ausstehenden Fragen einvernehmlich im christlichen Sinne gelöst werden können. Wir haben darüber auch mit dem Aachener Weihbischof Karl Borsch gesprochen und ihn gebeten, uns einen Verhandlungspartner zu nennen”, berichtete Mensger, dessen Äußerungen die anwesenden Mitglieder nutzten, um im Rahmen einer Diskussion Stellung zu beziehen.

Neben der Raumfrage, die im Mittelpunkt der Versammlung stand, beschäftigten sich die Kolpingfreunde auch mit dem Jahresrückblick und der Planung anstehender Aktivitäten. Demnach hat sich die örtliche Kolpinggemeinschaft auch im vergangenen Jahr wiederum an den Veranstaltungen beteiligt, die sich mit dem Rechtsextremismus und seinen Aufmärschen im Stadtzentrum auseinandersetzten.

Erfolgreich, weil von den Mitgliedern gut angenommen, verlief die Veranstaltungsreihe, die unter anderem von den Themen Stellung der Heiligen in der katholischen Kirche, Behandlung und Vorsorge von Schlaganfällen und Rolle des heiligen Josef gekennzeichnet war.

Dank sagte Mensger auch den Mitgliedern, die sich dem Kolpingschen Auftrag gewidmet haben, der zur aktiven Lebenshilfe und der Beachtung der christlichen Sozial- und Gesellschaftslehre auffordert.

Aktionen gegen Radikalismus

Denn etliche Mitglieder engagieren sich beispielsweise in den Bereichen Krankenbesuchsdienst, Tafel und Kleiderhilfe. Auch für das laufende Jahr hat sich die Kolpinggemeinschaft einiges vorgenommen. So soll unter anderem eine Tagesfahrt nach Essen oder Maria Laach stattfinden - das Reiseziel wird beim traditionellen Ostermontagstreffen festgelegt - und die Veranstaltungsreihe wird mit den Themen Bürgermeisterarbeit und Adolf Kolpings Ideen fortgesetzt.

Weiterhin ist für dieses Jahr geplant, dass sich die Kupferstädter Kolpingsfamilie im April wiederum an den Demonstrationen gegen die Aktivitäten der Rechtsextremen beteiligt.
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