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Sonntag, 18 Uhr: Wer ist die Nummer 1 der Stadt?

Von: Robert Flader
Letzte Aktualisierung:
„Die Jungs sind heiß”: Robe
„Die Jungs sind heiß”: Robert Walica will mit dem VfL Vichttal in Breinig den ersten Sieg feiern.

Stolberg. Sicher, auch am Sonntag werden „nur” drei Punkte vergeben. Und das Spiel wird auch „nur” 90 Minuten dauern. Außerdem ist es gerade einmal der 3. Spieltag, weswegen für auch in der kommenden Woche die Welt noch nicht untergegangen sein wird.

Man könnte es aber auch so sehen: Das Duell des SV Breinig gegen den VfL Vichttal, der langjährigen Nummer 1 des Stolberger Fußballs gegen den frechen Aufsteiger, ist für die Kupferstadt eine echte Premiere, vielleicht sogar das Spiel der gesamten letzten Jahre. Fakt ist: Ein Duell auf diesem (Landesliga-)Niveau hat es in Stolberg bislang noch nicht gegeben. Der SVB erwartet am Sonntag um 18 Uhr auf der Schützheide „mindestens 500 Zuschauer, wenn nicht sogar noch mehr”, sagt Fußball-Obmann Gerd Schnitzler.

Die Mannschaften selber sind - natürlich - „heiß”, wie etwa Robert Walica für seine Vichter Jungs es ausdrückt. Sein Breiniger Gegenüber René Schornstein sagt das so: „Die Luft brennt, darauf hat die ganze Stadt lange genug gewartet.”

Bleibt nur die Zuschauerrolle

Der Breiniger Kapitän wird sich aber mit der Zuschauerrolle zufrieden geben (müssen). Beim Spiel in Stotzheim (0:3) zog sich der 28-Jährige eine Innenbanddehnung zu - an Training sei momentan nicht zu denken: „So schwer es auch ist: Ich kann meine Gesundheit nicht für das Derby auf´s Spiel setzen.” Schornstein will von Woche zu Woche entscheiden, wann er wieder mit der Mannschaft trainiert.

Das letzte Auswärtsspiel hallt ohnehin noch nach: Die Breiniger sind nach dem guten Saisonauftakt gegen Niederau (2:0) enttäuscht vom zweiten Aufsteiger zurückgekehrt: „Das wollen wir unbedingt wieder gutmachen”, sagt Gerd Schnitzler, der für das Spiel gegen Vichttal als Interims-Trainer einspringen wird. Neu-Trainer Robert Kroll weilt im Urlaub, hat den Gegner vom Dörenberg aber noch beobachtet und Gerd Schnitzler Tipps gegeben. „Das ist schon etwas Besonderes aber auch eine komische Situation”, sagt der 35-Jährige, „ich will am Sonntag aber auf keinen Fall den Hampelmann spielen.” Und noch etwas beschäftigt den Fußball-Obmann: „Wir wollen nach dem Finale der Stadtmeisterschaft mit unserer Ersten zeigen, wer die Nummer 1 in der Stadt ist.” Vor knapp drei Wochen trat Breinig „nur” mit seiner Zweitvertretung an, Vichttal siegte 5:1.

Ein besserer Gradmesser war da vielleicht das Testspiel in der Vorbereitung, in Gressenich gewann Breinig mit 3:1, „auch wenn da noch keine eingespielten Mannschaften aufeinander trafen”, wie Breinigs René Schornstein sagt. Der Respekt vor dem Aufsteiger sei in jedem Fall da: „Auch wenn sie in den ersten beiden Spielen nur einen Punkt geholt haben: Die sind gut und werden mit dem Abstieg wohl nichts zu tun haben.” Dabei betont Breinigs Kapitän, dass der SV Favorit ist: „Eigentlich stehen wir in der Pflicht, zuhause zu gewinnen.” Vichttal als Außenseiter, so sieht das auch Robert Walica, wenn er sagt: „Natürlich wäre es umso schöner, wenn es ausgerechnet in Breinig mit unserem ersten Sieg in der Landesliga klappen würde. Aber grundsätzlich wären wir auch mit einem Punkt zufrieden.”

Der Aufsteiger fühlt sich jetzt eine Klasse höher „angekommen”. Dennoch: „In diesem Jahr reicht es nicht, mit einer mittelmäßigen Leistung Siege zu holen.” Die Breiniger spielen seit einem Jahrzehnt in der Landesliga, wissen aber, dass ein Derby eben nicht nur nach den üblichen fußballerischen Gesichtspunkten gespielt wird. Schornstein: „Es werden sehr viele Zuschauer kommen, was einerseits motivieren, andererseits auch hemmen kann. Außerdem profitiiert Vichttal sicher noch von der Aufstiegseuphorie.” Der Mittelfeldspieler selbst kommt und wohnt in Vicht, „für die Jungs freut es mich, dass sie es so weit geschafft haben.” Die Komplimente vor dem Spiel gibt Robert Walica gerne zurück: „Breinig war jahrelang das Aushängeschild in Stolberg”, sagt der 26-Jährige. „Das heißt aber nicht, dass wir sie in einem Spiel nicht schlagen können.”

Letztlich wird am Sonntag dann doch mehr vergeben als drei Punkte. Es geht um die Frage: Wer ist, zumindest bis zum Rückspiel auf dem Dörenberg, die vorläufige Nummer 1 in der Stadt?

Wieder einmal flott unterwegs war der Breiniger Frank Grooz: Er startete am vergangenen Wochenende auf dem tradionsreichen „Trophy of the dunes” im niederländischen Zandvoort. Der Monoposto-Spezialist startete bei zwei Rennen - und holte bei beiden Rennen den Gesamtsieg. Damit ist ihm der Meisterschaftsklassensieg im historischen Monoposto-Racing sicher. Seine Bilanz ist eindrucksvoll: Bislang hat er von zehn Rennen acht gewonnen und einen zweiten Platz eingefahren, dazu steht ein Ausfall zu Buche.

Das letzte Rennen der Meisterschaft findet im Oktober in Dijon statt. In der Heimat des scharfen Senfes geht es für Grooz um die Wurst: Er strebt nach dem Gesamtsieg. Und tatsächlich könnte der Testfahrer aus Breinig die Meisterschaft gewinnen. Das entscheidet einzig und allein dieses Rennen.

Die Fußballpaarungen am Sonntag

Landesliga 2: SV Breinig - VfL Vichttal (18 Uhr).

Kreisliga A: Col. Stolberg - VfR Forst, VfR Würselen - FC Stolberg, FC Roetgen - SG Stolberg (alle 15 Uhr).

Kreisliga B 3: Columbia Stolberg II - Teutonia Weiden II, FC Stolberg II - SC Münsterbusch (So., 13 Uhr), Fort. Weisweiler - ASA Atsch, Preußen Hastenrath - VfL Vichttal II, Adler Büsbach - SCB Laurenzberg, Grün-Weiß Mausbach - SV St. Jöris (alle 15 Uhr).

Kreisliga B 4: SV Breinig II - SG Kesternich/Rurberg (11 Uhr).

Kreisliga C: Hastenrath II - Spfr. Dorff, VfL Vichttal III - SV Breinig III (beide 11 Uhr), Falke Bergrath II - ASA Atsch II, BSC Schevenhütte II - SC Münsterbusch II, GW Mausbach II - SG Stolberg II, Germ. Freund III - VfL Vichttal IV, Adler Büsbach II - Kornelimünster, (alle 13 Uhr), TSV Donnerberg - FV Eschweiler II, FC Breinigerberg - Spfr. Dorff, BSC Schevenhütte - JSC Aachen II, VfR Venwegen - Germ. Freund (alle 15 Uhr).

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