Stolberg - Sich beim interreligiösen Dialog ein eigenes Bild vom Koran schaffen

WirHier Freisteller

Sich beim interreligiösen Dialog ein eigenes Bild vom Koran schaffen

Von: tim
Letzte Aktualisierung:
5819749.jpg
In den Dialog getreten: Fragen hatten die Besucher des „Interreligiösen Dialogs“ reichlich.

Stolberg. Drei Termine stehen im Rahmen des „Interreligiösen Dialogs“ jedes Jahr in Stolberg auf dem Programm. Nachdem die Reihe anfangs nur wenig besucht war, ist sie im dritten Jahr zu einer kleinen Institution geworden: Rund 40 Besucher kamen jetzt zur zweiten diesjährigen Veranstaltung in die Ditib-Moschee.

Der Vorsitzende des Moscheevereins, Turgay Sacu, freute sich über den regen Zuspruch und die vielen jungen Besucher. „Es ist wichtig, dass wir uns gegenseitig kennenlernen“, sagte er zu Beginn. „Je mehr wir über uns wissen, desto mehr Verständnis können wir aufbringen.“

Nachdem es beim ersten Termin Ende April im Gemeindezentrum Frankental um die Bedeutung der Bibel für die Christen gegangen war, stand diesmal der Koran im Mittelpunkt. Als Referent führte Mehmet Soyhun durch den Abend, ein islamischer Theologe aus Dortmund und Beauftragter für interreligiöse und interkulturelle Zusammenarbeit im Ditib-Regionalverband Essen.

Den Anfang aber machte der Imam der Gemeinde, Yüksel Mutlu, mit der Rezitation von Koranversen, die Soyhun übersetzte. In seinem Vortrag ging der Religionswissenschaftler dann auf die Struktur des Koran ein, der als „Höhepunkt der arabischen Poesie“ angesehen werde. Zudem berichtete Soyhun von der Entstehungsgeschichte, anerkannten Kommentatoren und erläuterte die Offenbarungen an den Propheten Mohammed.

Reichlich Anschauungsmaterial hatte er auch im Gepäck: In ausgelegten Büchern konnten sich die Besucher Beispiele der ersten Koranfragmente ansehen und unterschiedliche Fassungen vergleichen. „Es wird oft oberflächlich, manchmal sogar diffamierend mit dem Koran umgegangen. Ich rufe Sie auf, unvoreingenommen heranzugehen und sich ein eigenes Bild zu machen“, schloss Mehmet Soyhun seinen Vortrag.

Fragen hatten die Besucher des „Interreligiösen Dialogs“ reichlich: In der sich anschließenden Diskussionsrunde ging es zum Beispiel um den Stellenwert des Evangeliums und der Tora im Islam oder um das Verhältnis von Muslimen zu Christen und Juden im islamischen Glauben.

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert