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„Shared Space” auf der Schulmeile

Von: Michael Grobusch
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So sieht es längst nicht imme
So sieht es längst nicht immer aus zwischen Realschule und Goethe-Gymnasium. Um die häufig querenden Schüler besser zu schützen, will die Stadtverwaltung eine gleichberechtigte, verkehrsberuhigte Zone im Kreuzungsbereich einrichten. Foto: H. Eisenmenger

Stolberg. Verkehrsberuhigung als Maßnahme gegen Verkehrsgefährdung: Auf diese Formel lässt sich der Plan der Verwaltung bringen, die den Kreuzungsbereich der Walther-Dobbelmann-Straße zwischen Realschule und Goethe-Gymnasium umgestalten will.

Damit soll das von Autos ausgehende Risiko, dem Schüler auf ihrem Fußweg ausgesetzt sind, deutlich minimiert werden. Die Fachleute der Stadt greifen dabei einen Antrag der CDU-Fraktion auf, die bereits im November gefordert hatte, Maßnahmen zum Schutze der Schüler zu ergreifen - zumal deren Zahl und Bewegungen mit der Einrichtung der Gesamtschule an zwei räumlich getrennten Standorten ab dem Schuljahr 2012/13 noch erheblich zunehmen wird.

Die Lösung des Problems kommt als trendiger Anglizismus daher: „Shares Space”. Er bezeichnet eine Verkehrsfläche, auf der sich Fußgänger und Kraftfahrzeuge gleichberechtigt bewegen. Weil das aber ohne Umgestaltungen auf der ausgesprochen breiten, teilweise mehr als sieben Meter messenden Fahrbahn schwer vorstellbar ist, sollen insgesamt rund 15 000 Euro investiert werden, um den Kreuzungsbereich auch optisch für die dann veränderte Nutzung herzurichten. Ergänzend sollen Schilder aufgestellt werden, die den besagten Abschnitt als verkehrsberuhigten Bereich ausweisen.

„Da in einem verkehrsberuhigten Bereich Fahrzeugführern nicht ermöglicht werden muss, die Straße überall zu befahren, wollen wir die überdimensionierte Verkehrsfläche für den motorisierten Verkehr auf das notwendige Maß reduzieren”, kündigt Andreas Pickhardt an. Die vorgesehene Verengung und Verschwenkung soll durch eine (kostengünstige) Nagelmarkierung erreicht werden. „Sie wird zur Einhaltung der Schrittgeschwindigkeit beitragen”, zeigt sich der städtische Fachbereichsleiter zuversichtlich.

Weiterer gewollter Effekt: „Es werden großflächige Seitenräume zum Schutz der Fußgänger geschaffen”, so Pickhardt. Das Überfahren dieser Flächen soll durch das Anbringen von Sperrpfosten und den abschnittsweisen Einbau von Schutzgittern verhindert werden. Die Schüler wiederum sollen sich möglichst lange in einem geschützten Bereich bewegen können, ehe sie dann den „gleichberechtigten” Kreuzungsbereich überqueren. „Der Weg für die Fußgänger innerhalb der befahrbaren Zone lässt sich so besser bündeln und zudem von derzeit rund 30 Metern auf zehn Meter reduzieren”, prognostiziert der Fachbereichsleiter.

Baumbeet wird angelegt

Weil auf der südwestlichen Seite noch Spielraum bleibt, soll dort ein Baumbeet angelegt werden, das nicht nur der gestalterischen Aufwertung dient, sondern vor allem den optischen Eindruck der eingeschränkten Verkehrsfläche unterstreichen soll. Die Materialkosten schätzt die Verwaltung auf 10.000 Euro, für das Baumbeet veranschlagt sie weitere 5000 Euro.

Die zu beteiligenden Träger öffentlicher Belange - Polizei, Feuerwehr, Aseag, Realschule I und Goethe-Gymnasium - haben sich noch nicht geäußert. Ihre Stellungnahmen sollen aber bis zur nächsten Sitzung des Verkehrsausschuss am 22. März, in der die Umgestaltung Thema sein wird, vorliegen.
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