Stolberg-Gressenich/Werth - SG Stolberg will Tabellenplätze mit Wohlfühlfaktor

SG Stolberg will Tabellenplätze mit Wohlfühlfaktor

Von: Lukas Franzen
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Auch ohne zwei Stammspieler: Wenn die Ordnung wieder stimmt, sollte auch in Roetgen etwas zu holen sein. Foto: L. Franzen

Stolberg-Gressenich/Werth. Bloß nicht auf einem Abstiegsplatz überwintern – oder sogar auf dem letzten Rang wie in den beiden Spielzeiten zuvor. Stattdessen: Ruhe, Konstanz und sportliche Weiterentwicklung. Entsprechend klar wurde bei der SG Stolberg auch das Ziel vor der Saison definiert.

Ein gesicherter Mittelfeldplatz in der Kreisliga A soll es werden, um jeglichen Kontakt mit der Abstiegszone zu vermeiden. Vier Spieltage vor der langen Winterpause ist der Fusionsclub diesem Vorhaben sehr nah. Mehr noch: Mit einem Auswärtssieg in der Eifel könnte die Sportgemeinschaft am Sonntag ihren fünften Platz festigen und endgültig zu den Top-Teams aufschließen.

Reichlich Winterspeck, nämlich ein sattes Polster von 17 Zählern auf die Abstiegsränge, hat die Elf von Uwe Daun aktuell angehäuft. Nun gilt es, nicht träge zu werden und doch noch in die ungeliebten, aber in den vergangenen Jahren so vertrauten Niederungen der Liga abzudriften.

Bisher scheinen sich die Blau-­Gelben in der oberen Tabellenhälfte jedoch pudelwohl zu fühlen. Denn zu keinem Zeitpunkt in der bisherigen Hinrunde rangierten sie auf einem zweistelligen Tabellenplatz. Rang 9 und meistens besser, so lässt sich der bisherige Saisonverlauf des Teams zusammenfassen. Die Mannschaft habe nun auch die anfänglichen Leistungsschwankungen in den Griff bekommen, erklärt Teamchef Uwe Daun, dessen Team seit sechs Spieltagen ungeschlagen ist. Mit vier Siegen und zwei Unentschieden in Serie rückte der Verein aus Gressenich/Werth auf den 5. Platz vor und ist damit aktuell der faktisch beste Stolberger A-Ligist vor dem TSV Donnerberg (8.) und dem FC Stolberg (12.).

Gegen die ersten Vier verloren

Natürlich sei dies „ein netter Nebeneffekt“, meint Daun, doch an dem Saisonziel – „bloß nichts mit dem Abstieg zu tun haben“ – habe sich erst einmal nichts geändert. Zu tief und frisch scheinen da noch die Erinnerungen an die vergeigten Hinrunden der letzten Jahre zu sitzen. Und tatsächlich hatte die SG vor weniger als zwölf Monaten noch die „rote Laterne“ der Kreisliga A inne. Als sie im November letzten Jahres dann auch das Stadtderby gegen den FC mit 1:2 verlor, trennte sich der Verein von Trainer Marco Stollenwerk. Für die sportliche Entwicklung der SG zeichnet seitdem Uwe Daun verantwortlich – mit anhaltendem Erfolg.

„Wir können am Sonntag frei aufspielen und wollen auf jeden Fall wieder etwas Zählbares mit nach Hause nehmen“, gibt Daun sich vor der Partie gegen den direkten Tabellennachbarn FC Roetgen (6.) selbstbewusst. Vier Niederlagen in Folge sprechen aktuell nicht gerade für den Gegner aus der Eifel, der mit Verlautenheide (1.), Ei­cher­scheid (3.) Kellersberg (2.) und Forst (4.) in den vergangenen Wochen jedoch ausschließlich die Spitzenteams der Liga vor der Brust hatte. Ein Programm, das der SG in den kommenden Wochen erst noch bevorsteht. Und gegen Verlautensheide, Eicherscheid und Kel­lersberg darf sich die Truppe keineswegs in den vorzeitigen Winterschlaf begeben. „Danach wissen wir, wo wir hingehören“, ist der Trainer auf die kommenden Härtetests gespannt. „Wenn wir an die Leistungen der vergangenen Wochen anknüpfen, können wir aber auch mit diesen Mannschaften mithalten.“ Verzichten muss der Übungsleiter dabei auf seine Stammspieler Kevin Hittdorf und Sebastian Lück, die verletzungsbedingt wohl bis zur Winterpause ausfallen werden. Hat das Team also wirklich, wie Daun sagt, „an Qualität und Quantität“ zugelegt? Auch auf diese Frage muss der A-Ligist in den nächsten Wochen eine Antwort geben – und in Roetgen am besten damit anfangen.

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