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SG Stolberg klettert Stufen auf der Leiter

Von: Kolja Linden
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Die Bezirksliga ist das Ziel für die SG Stolberg, hier mit Sebastian Zimmermann (vorne). Foto: J. Schlegelmilch

Stolberg. Die Ortsnamen Werth (FC Adler) und Gressenich (SV) sind im Titel des neuen Vereins nicht mehr enthalten. Und doch ist die SG Stolberg auch nach ihrer Gründung vor gut einem Jahr das geblieben, was sie unter allen Umständen sein wollte: ein ortsgebundener, mit den Menschen eng verbandelter Verein.

Das zumindest sagt Axel Wirtz, der Vorsitzende des Fusionsvereins, auf Anfrage. Seine Bilanz des ersten Jahres - die Verschmelzung wurde von den Mitgliedern am 24. März rückwirkend zum 1. Januar 2009 beschlossen - fällt durchweg positiv aus. Beide Altvereine waren jeweils eng in die jeweilige Ortsgemeinschaft eingebunden - der FC Adler durch die Karnevalsabteilung sogar noch auf einer außersportlichen Ebene in Werth - und beide Orte seien auch heute noch genauso wichtig für den Klub.

Zementiert werden soll das vor allem im weiteren Aufbau der Jugendabteilung, die Kindern und Jugendlichen aus Werth und Gressenich, aber auch aus den umliegenden Ortsteilen eine gute Perspektive für ihre Freizeit bieten soll. „Mit den beiden Sportplätzen, dem Sportheim und der Halle in Gressenich, wo die Kinder im Winter trainieren können, haben wir gute Bedingungen”, sagt Wirtz und denkt zugleich auch an den Kunstrasen, den sich die SG für die Zukunft erhofft. Auch der Kiga-Cup (siehe Kasten) soll bewusst in die Ortsgemeinschaften ausstrahlen, so der Vorsitzende.

Es wächst also zusammen, was zusammenpasst. „Die SG ist ein diskussionsfreudiger Verein”, sagt Axel Wirtz, und das ist nicht negativ gemeint, denn: „Im Vorstand arbeiten alle zielorientiert und es ist uns bisher in allen Fragen gelungen, Einigkeit zu erzielen.” Das gelte auch für die Entscheidung, für den Bau eines Kunstrasens den Gressenicher Platz verzuschlagen. „Wir führen hier keine Diskussionen, die wir in den alten Vereinen nicht auch geführt hätten”, sagt Wirtz und lobt ausdrücklich die Zusammenarbeit im Vorstand, zum Beispiel mit Günther Alt und der für die Frauen zuständigen Anja Hompesch, die von gegenseitigem Unterstützung und Verständnis geprägt sei.

Sportlich hat sich die SG natürlich auch Ziele gesetzt, die Bezirksliga soll es schon sein. Das wäre ein weiterer Schritt auf der vierstufigen Leiter „Verlobung, Heirat, sportliche Stabilisierung und Orientierung nach oben”. Die ersten beiden Punkte sind erledigt, beim dritten sieht man sich auf einem guten Weg. Die Mannschaft, derzeit Elfter der Kreisliga A, sei stärker, als es der Tabellenstand ausweist, sagt Axel Wirtz. „Wir dürfen nicht noch in Abstiegsgefahr geraten, aber wir gehen davon aus, dass die Mannschaft ihre spielerische Qualität findet und sich stabilisiert.”

Dazu beitragen soll auch Trainer Josef Wintgens, mit dem die Vereinsführung gerne über die laufende Saison hinaus weitergemacht hätte. Doch der hatte eine andere Idee, wollte neue Leute ins Boot holen, und genau das tut der Verein jetzt mit Christian Ioannidis und Achim Sarlette, die ab der neuen Saison die Trainerämter von Wintgens und seinem Co Beppo Klimczok übernehmen.

„Da ist eine Win-Win-Situation entstanden”, freut sich Axel Wirtz, weil Wintgens und Klimczok dem Verein als Nahtstellen zwischen Vorstand und Spielbetrieb erhalten bleiben und die beiden Neuen „1a zu uns passen. Sie kennen unsere Vereinsstruktur und die Stolberger Szene”, sagt Wirtz.

Wichtig ist dem Verein auch, dass der kommende Chefcoach auf den Kern der bestehenden Mannschaft setzt und nur ganz gezielt Verstärkungen einbauen will. Sportlicher Erfolg und Ortsgebundenheit, die SG Stolberg sieht sich auf einem guten Weg.
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