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Sekundarschule: An der 75 kommt Stolberg nicht vorbei

Von: Michael Grobusch
Letzte Aktualisierung:

Stolberg. Einen Versuch war es sicherlich wert, doch auch nach dem Gespräch mit der Bezirksregierung bleibt es dabei: Die Zahl 75 ist die unumstößliche Mindestmarke für die Genehmigung einer Sekundarschule.

Und das gilt auch für Stolberg. Entsprechende Informationen haben Ferdi Gatzweiler und Patrick Haas am Dienstag aus erster Hand erhalten.

Gemeinsam hatten der Bürgermeister und der Schulausschuss-Vorsitzende bei der Bezirksregierung für eine Ausnahmeregelung geworben. Dabei sind sie zwar nicht auf taube Ohren gestoßen - beide berichten von sehr angenehmen und konstruktiven Gesprächen -, wohl aber auf eine eindeutige Haltung der Genehmigungsbehörde, die deren Sprecher Oliver Moritz bereits in der vergangenen Woche gegenüber unserer Zeitung mit Verweis auf das Schulgesetz in Nordrhein-Westfalen zum Ausdruck gebracht hatte.

Mit hängenden Köpfen hat die Stolberger Delegation nach eigener Aussage die Domstadt aber dennoch nicht verlassen. „Wir werden weiter dafür kämpfen, die erforderliche Anmeldezahl zu erreichen”, betonte Ferdi Gatzweiler, dass die Bemühungen der Stadt fortgesetzt werden sollen.

Bis Dienstagabend hatten nach wie vor 65 Anmeldungen für die potenzielle Sekundarschule Bestand. Die Differenz liegt also immer noch bei zehn Schülern, die es zu finden gilt.

Weil aber die Wahrscheinlichkeit des Erfolges mit fortlaufender Zeit nicht steigt und die betroffenen Eltern verständlicherweise Klarheit für die weitere Planung der Schullaufbahn ihrer Kinder fordern, scheinen die Osterferien aus städtischer Sicht nun die zeitliche Grenze für die Bemühungen zu markieren - allerdings nur, was das kommende Schuljahr angeht.

„Sollte es tatsächlich so kommen, dass wir für die Sekundarschule jetzt keine Genehmigung erhalten, werden wir natürlich für das Schuljahr 2013/14 einen neuen Versuch unternehmen”, erklärte der Bürgermeister. Für einen solchen Fall habe die Bezirksregierung bereits volle Unterstützung zugesagt.

Dass eine gegenüber den ursprünglichen Plänen verzögerte Einführung der neuen Schulform an der Kogelshäuserstraße für die Kupferstadt kein Drama wäre, davon zeigte sich Ferdi Gatzweiler überzeugt: „Man darf nicht vergessen, dass wir dann immer noch eine hoch qualifizierte Hauptschule mit einem hervorragenden Konzept hätten. Die Kinder wären auch dort sehr gut aufgehoben.”

Alternativ käme eine Anmeldung in Stolbergs zukünftig einziger Realschule in Mausbach in Frage. Die ist auf eine Dreizügigkeit ausgelegt und hätte angesichts der zum Stichtag gemeldeten Einschreibungen (75) noch Plätze zu bieten.

Der sogenannte Klassenfrequenzrichtwert für fünfte Klassen an Realschulen liegt bei 28. In Ausnahmefällen könnten aber bis zu 32 Kinder pro Klasse zugelassen werden.
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