Stolberg - Sekundarschule: Ab Montag sind die Eltern am Zuge

Sekundarschule: Ab Montag sind die Eltern am Zuge

Von: gro
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Stolberg. „Den Anwesenden haben wir das Profil der Sekundarschule vermitteln können”, fasst Jörg Klein seine Eindrücke von insgesamt fünf Informationsveranstaltungen in der vergangenen Wochen zusammen.

Dennoch ist der Schulleiter und städtische Berater sehr gespannt, wie die Elternbefragung zur möglichen Einführung dieser neuen Schulform ausfallen wird.

„Die Zugwirkung bei den Eltern der Drittklässler hatten wir anders eingeschätzt. Die Entscheidung, welche weiterführende Schule in Frage kommt, ist für sie offenbar noch recht weit weg”, räumt Klein ein. Deshalb sei die Vorbereitung auf die Umfrage in der Elternschaft unterm Strich nicht optimal ausgefallen.

Ab Montag werden die Eltern aller Stolberger Kinder, die derzeit eine dritte oder vierte Klasse besuchen, einen Brief von der Stadt erhalten. Zwei Wochen lang haben sie dann Zeit, auf die wahrscheinlich alles entscheidende Frage zu antworten. Und die lautet in verkürzter Form: Können Sie sich vorstellen, ihr Kind im nächsten Schuljahr an einer Sekundarschule anzumelden, wenn eine solche in Stolberg eingeführt wird?

Das Ergebnis muss, so will es die Bezirksregierung, einen klaren Hinweis darauf ergeben, dass 75 Anmeldungen für drei Eingangsklassen erreicht werden können - pro Jahrgang. Scheitern könnte das möglicherweise nicht nur an dem mangelhaften Informationsstand vieler Erwachsener, sondern auch an der recht eindeutigen Interessenlage. „Die Gesamtschule, die es ab dem nächsten Sommer geben soll, ist die lang ersehnte Schulform, die Sekundarschule muss erst noch etabliert werden”, weiß Jörg Klein.

Ob dieser Prozess länger dauern wird als bis zum nächsten Schuljahr, falls die Rückmeldungen nicht das gewünschte Ergebnis bringen sollten, will Udo Griese derzeit nicht abschließend bewerten. „Im Zweifelsfall bedarf es einer Absprache mit der Bezirksregierung”, erklärte der Schulverwaltungsamtsleiter auf Anfrage unserer Zeitung.

Denkbar sei beispielsweise, dass sich weniger als 75 Eltern pro Jahrgang an der freiwilligen Befragung beteiligen, die Rückläufe aber eine hohe Akzeptanz widerspiegeln. „Dann muss man sehen, ob dies als Indikator zugunsten einer Sekundarschule reicht”, so Griese. Wäre das nicht der Fall, würde die Einführung verschoben und die Ganztagshauptschule Kogelshäuserstraße vorerst in vollem Umfang weitergeführt. Der Wunsch von Politik und Verwaltung, Gesamt- und Sekundarschule zeitgleich zu eröffnen, ginge dann nicht in Erfüllung.

Das letzte Abgabedatum für die Fragebögen, die zu Wochenbeginn über die Klassenlehrer an die Dritt- und Viertklässler und somit an die Eltern verteilt werden, ist Freitag, 9. Dezember. Mit Hochdruck soll danach an der Auswertung gearbeitet werden, so dass noch vor Weihnachten klar sein wird, wie die Chancen für die Einführung der Sekundarschule in Stolberg stehen.
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