Seit zwei Jahrzehnten bilingual

Von: Dirk Müller
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Karl Werner und Verena Savelsb
Karl Werner und Verena Savelsberg wünschen „a nice evening” am Goethe-GymnasiumsFotos : D. Müller

Stolberg. „Welcome”, hieß es schon vor dem Eingangsbereich des Goethe-Gymnasiums. Mit weißen Perücken drapiert und in altertümliche Garderobe gekleidet verteilten dort Verena Savelsberg und Karl Werner Programmzettel und schlossen die freundliche Begrüßung stilecht mit den Worten „we wish you a nice evening”, denn im „Goethe” wurde das 20-jährige Bestehen des bilingualen Zweigs gefeiert.

Margarete Schärpers war vor zwei Jahrzehnten die bilinguale Koordinatorin, als in der Kupferstadt der Unterricht in den Fächern Erdkunde, Politik und Geschichte erstmalig auch in Englischer Sprache stattfinden sollte.

„Damals gab es praktisch keine Schulbücher von deutschen Verlagen für den bilingualen Zweig, und auch das Internet war noch nicht so verbreitet. Wir haben also nur englische Schulbücher nutzen können und für uns Lehrer waren die Anfänge eine Herausforderung”, erinnert sich Schärpers. Sie ist mittlerweile pensioniert, aber zum „20th anniversary” des bilingualen Zweigs am „Goethe” und damit in Stolberg zieht es sie zu der alten Schaffensstätte zurück.

„Es stellte sich schnell heraus, dass die Schüler durch die bilinguale Ausbildung eine hohe sprachliche Kompetenz und Sicherheit erlangen. Auch die Lerninhalte, die natürlich exakt denen in den Regelklassen entsprechen, können zum Teil besser vermittelt werden. Oft bleibt bei den Schülern mehr hängen, da sie sich mit den Unterrichtsinhalten intensiver auseinandersetzen, weil sie auf Englisch vermittelt werden”, beschreibt Schärpers.

Aus der einstigen Herausforderung in der „bilingualen Pionierzeit” sei inzwischen für Lehrer und Schüler eine wahre Freude geworden, erklärt ihre Nachfolgerin Susanne Camphausen: „Für Englischlehrer ist es toll, mit Schülern zu arbeiten, die bereits eine Begeisterung für die Sprache mitbringen; so laufen auch die Pädagogen zur Höchstform auf. Im bilingualen Unterricht gibt es zudem oft mehr Raum, die Interessen der Schüler zu berücksichtigen.” Und diese sind sehr vielfältig, wie die rege Beteiligung der Schülerschaft an der 20-Jahr-Feier belegte.

Schüler aller Jahrgangsstufen engagierten sich bereitwillig, indem sie die verschiedensten Angebote und Vorführungen gestalteten. Die Besucher konnten sich zum Beispiel auf die Spuren William Shakespeares oder der „Beatles” begeben, sich bei den „Highland Games” im Gummistiefel-Weitwurf bewähren und sich in Form von Foto-Storys, „Cartoons” oder Video-Präsentationen ein Bild der zweisprachigen Aktivitäten der „Goethe-Schüler” machen. Das eigene Wissen testeten die Gäste im „History-” und „Animal-Quiz” oder beim „Europe-Puzzle”.

Gestärkt mit schmackhaftem „BBQ” (Barbecue) vom Grill konnten sich die Besucher des Jubiläums in der Aula zurücklehnen, wo unter anderem das „Royal Wedding” von Prinz William und Kate Middleton mit einer kräftigen Prise Humor nachgespielt wurde, und die „Dance Academy” sowie die „Drama Group” durch gelungene Darbietungen unterhielten.
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