Stolberg-Büsbach - Seit 25 Jahren Pfarrer „im gelobten Land”

Seit 25 Jahren Pfarrer „im gelobten Land”

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
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Überraschung gelungen beim gestrigen Neujahrsempfang: Die Büsbacher gratulieren ihrem Pastor Jürgen W. Urth, der vor 25 Jahren zum Pfarrer in der Pfarrgemeinde St. Hubertus ernannt worden Foto: J. Lange

Stolberg-Büsbach. Diese Überraschung war Sonntagmorgen gelungen: Neben den besten Wünschen zum neuen Jahrzehnt gratulierte die Büsbacher Pfarrgemeinde St. Hubertus ihrem Pastor Jürgen W. Urth zum silbernen Jubiläum.

Das lag zwar genauer gesagt auf dem 28.Oktober, aber die persönliche Bescheidenheit einerseits und ein Krankenhausaufenthalt andererseits ließen nicht den passenden Festtag zur Graulation finden. Was lag also für Kirchenvorstand, Pfarrgemeinderat und Förderverein näher, als dem Büsbacher Pastor im Rahmen des Neujahrsempfang nach dem Gottesdienst zu gratulieren?

Die Überraschung im neuen Pfarrheim St. Hubertus war jedenfalls perfekt, als Herbert Wibbels namens des Kirchenvorstandes Pastor Urth mit den Worten begrüßte, die vor 25 Jahren Dechant Franz Schleiermacher bei seiner festlichen Einführung als Seelsorger in Büsbach gefunden hatte: „Du kommst in ein gelobtes Land, denn viele gute Leute leben in Büsbach, beten Gotten an und leben mit ihrem Pfarrer”, sagte der Dechant in dem Festgottesdienst, in dem der damals 34-jährige Kaplan als elfter Pfarrer von St. Hubertus eingeführt wurde. Und Urth freute sich seinerzeit, „auf Menschen zu treffen, die mit mir den Weg des Glaubens gehen”.

Ein Zitat, das Wibbels aufgriff in seinen Worten: „Wir danken Ihnen von ganzem Herzen, dass Sie auf Ihre fest in der katholischen Tradition verwurzelten Art und Weise unsere Gemeinde 25 Jahre im Glauben begleitet und stets soweit gestärkt haben.” Und die Büsabcher hoffen, dass er auch weiterhin ein offenes Ohr bei der seelsorgerischen Betreuung haben „kann, darf und möchte”, so Wibbels mit Blick auf die organisatorischen Veränderungen in den Stolberger Gemeinden, die auch Pastor Urth aufgriff. Denn als er Pfarrer zu Büsbach wurde, freute sich noch jede Gemeinde in der Kupferstadt über einen eigenen Pastor. „Heute müssen wir mit drei Pfarrern versuchen, die gesamte Gemeinschaft der Gemeinden im Stolberger Süden zu betreuen”, so Jürgen Urth.

Das J spiele übrigens eine besondere Rolle, blickte Wibbels auf die Historie der Büsbacher Pfarrgemeinde. Denn nur drei Geistlichen war es vergönnt, ihr silbernes Amtsjubiläum in St. Hubertus feiern zu können: Neben Johann Otten, dem ersten Pfarrer, und Jakob Ludwig Massonet, in dessen Periode die Pfarrkirche erbaut wurde, eben Jürgen Urth, in dessen Ära vielfältige Veränderungen in der Gemeinde fallen.

Nach dem Verlust des Kirchturms konnte ein neuer Glockenträger an St. Hubertus errichtet und mit neuen wohlklingenden Glocken ausgestattet werden; das erweiterte Marienheim wurde eingeweiht, aber auch an einen anderen katholischen Träger abgegeben, und das neue Hubertusheim sind Beispiele für wichtige Bauprojekte im Leben der Gemeinde.

Den Geschmack des Jubilars genau getroffen hatte Dr. Stefan Schmitz, der namens der Gemeinde das Buch „Romanik im Rheinland” überreichte - ein Baustil, für den Pastor Urth ein großes Faible hat, wie er offen eingestand. „Ich freue immer mich, dass unsere Kirche so viele romanische Stilelemente aufweist”, sagte ein glücklich strahlender Pastor, der mit seiner zahlreich versammelten Gemeinde auf Gottes Wohl anstieß und ihr dankend wünschte, „treu zur katholischen Kirche” zu stehen und „mit Glauben im Herzen durchs Leben zu gehen - vergelt´s Gott”.
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