Sebastianusstraße wieder durchgehend frei

Von: jül
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Nach den abschließenden Markierungsarbeiten ist die Sebastianusstraße wieder befahrbar. Foto: J. Lange

Stolberg. Eine unendliche Geschichte neigt sich ihrem Ende entgegen: Die Sebastianusstraße (L 236) wurde im Laufe des Donnestages wieder komplett für den Verkehr frei gegeben. Damit fahrt auch der Linienbusverkehr nicht mehr die Umleitung durch das Hirschfeld.

Am Donnerstag erfolgten auf dem letzten Teilabschnitt die Markierungsarbeiten. Damit endet eine sich über drei Jahre erstreckende Phase mit Bauarbeiten auf der wohl verkehrswichtigsten Straße in Atsch. Im Frühjahr 2014 war der Kreuzungsbereich am Dreieck im Rahmen der Realisierung des Nahversorgungszentrums auf dem Kistenplatz umgestaltet worden. Und seit Herbst 2016 wird an punktuellen Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung gearbeitet, die aber komplizierter waren und weiträumiger wurden als ursprünglich angedacht.

Beide Maßnahmen sind ein Vorgriff auf den beabsichtigten Bau eines Stolberger Zubringers zu dem geplanten Anschluss an die Autobahn 44 in Höhe der Debyestraße, der zugleich eine Ortsumgehung für Eilendorf schaffen soll. Die Offenlage des Planfeststellungsbeschlusses wird frühestens 2018 erwartet. Wann gebaut werden kann, ist derzeit noch offen. Aber mit einer Realisierung wird die Verkehrsbelastung in Stolberg steigen.

Über die Achse Buschmühle/Cockerillstraße (L 221) rollen laut Verkehrsgutachten aus dem Jahr 2010 rund 7800 Fahrzeuge täglich; auf der Sebstianusstraße sind es 5100 Fahrzeuge. Durch den Autobahnanschluss wird die Belastung deutlich zunehmen. Die Prognose für das Jahr 2025 erwartet auf der L221 eine Steigerung auf 10.700 Fahrzeuge und für die Sebastianus­straße auf 12.800 Fahrzeuge täglich.

Das Projekt hat historische Dimensionen. Die Planungen zum Autobahnanschluss liefen in den 1990er Jahren an. Seitdem wuchsen vor allem entlang der Sebastianusstraße in Atsch die Sorgen. Eine Beruhigung dieser Landesstraße bevor der Weg zur Autobahn frei wird, wurde gefordert, Pläne gemacht und verworfen.

Letztlich scheiterte eine mit dem Landesbetrieb abgestimmte Beruhigung am Einspruch eines Radfahrers aus Atsch: Aufgrund streckenweise nicht ausreichender Straßenbreite sah die Planung abschnittsweise eine Radwegeführung über Gehwegbereiche vor; dies ist nach neuen Richtlinien nicht gestattet. Die Pläne landeten auf dem Müll. Lediglich die Stadt setzte punktuell Veränderungen an Haltestellen und Querungshilfen um.

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