Schutz vor Überschwemmung: Teil des Münsterbachs wird verlegt

Von: Kolja Linden
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Die Naturschutzfläche an der Hammstraße: Sie soll bald zur Aue werden, duch die die Inde fließt. Foto: K. Linden

Stolberg. Auf seinem Weg durch die Atsch wird der Münsterbach ein völlig neues Profil bekommen. Wie das aussehen soll, stellte Frank Platzbecker vom Aachener Ingenieurbüro Berg und Partner in dieser Woche dem Landschaftsbeirat der Städteregion vor.

Das vom Wasserverband Eifel/Rur (WVER) beauftragte Büro wird dem Münsterbach ein komplett neues Gesicht geben. Auslöser für die Planungen, die bald umgesetzt werden sollen, waren Überflutungsschäden im unteren Teil der Spinnereistraße, wo die dortige Fußgängerbrücke den Fluss staut, wenn dieser viel Wasser mit sich führt. Mit den neuen Maßnahmen soll die Gegend rund um Hamm Mühle auch bei einem Hochwasser, wie es nur alle 100 Jahre einmal vorkommt sicher sein.

Die Inde - in Stolberg Münsterbach genannt - teilt sich von Buschmühle kommend vor Hamm Mühle in einen oberen und einen unteren Arm, die kurz dahinter in Richtung Eschweiler wieder zusammen fließen. Vor allem der untere Arm ist risikobehaftet, da er sehr eng ist, aber mehr Wasser mitführt als der obere.

Nun soll eine Kombination aus mehreren Maßnahmen für Sicherheit sorgen. Der Schluss, zu dem die Aachener Ingenieure gekommen sind, ist, das Wasser zu verteilen vom unteren in den oberen Arm. Dort soll in Zukunft die größere Menge fließen. Dafür werden die beiden Wehre an der jetzigen Flussgabelung abgebrochen und das Vorland links und rechts abgesenkt. Eine Blocksteinrampe im unteren Arm soll verhindern, dass das Wasser dort zu schnell fließt.

Die größte Veränderung erfährt aber der obere Bachlauf, der ein ganzes Stück nach Norden verlegt wird - mitten in das Naturschutzgebiet, das als städtische Ausgleichsfläche dient und praktisch zur Auenlandschaft an beiden Ufern des Baches wird.

Über diese kann der Bach dann übertreten und sich bei Hochwasser ausbreiten, ohne benachbarten Häusern, Straßen und Kellern Schaden zuzufügen, so das Planungsziel.
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