Schulleiter: Bewerbungsverfahren geht in zweite Runde

Von: kol
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Stolberg. Bei den beiden Stolberger Gymnasien stehen derzeit bedeutende personelle Veränderungen an.

Beide Ausschreibungen sind bereits erfolgt, und nach Informationen unserer Zeitung gibt es zumindest am Goethe-Gymnasium auch interne Bewerber für die Leiterstelle, also Lehrer, die bereits an der Schule sind. Dort muss das Bewerbungsverfahren jedoch wiederholt werden. Den Grund erklärt Elke Brühls von der Bezirksregierung in Köln: „Das Landesgleichstellungsgesetz will die Förderung von Frauen in Führungspositionen. Weil sich in der ersten Ausschreibung für das Goethe-Gymnasium keine Frau beworben hat, wird diese jetzt wiederholt.”

Eine weitere Wiederholung werde es allerdings nicht geben, so Brühls. Ist in der zweiten Runde wieder keine Bewerberin dabei, so werden der Schulkonferenz, die letztlich den oder die Schulleiter(in) wählt, aus dem Bewerberkreis nur die am meisten geeigneten Männer vorgeschlagen.

Am Ritzefeld-Gymnasium ist das nicht nötig. Dort gibt es laut Brühls eine Frau unter den Bewerbern. Das heißt aber nicht, dass diese automatisch bevorzugt wird. „Lediglich bei absolut gleicher Qualifikation zweier Bewerber wird die Frau bevorzugt”, so Brühls. Sowohl Burghart Klein (Ritzefeld-Gymnasium) als auch Stefanie Luczak (Goethe) werden die Schulen im Sommer verlassen, für das kommende Schuljahr steht daher die Neubesetzung der Schulleiterposten an.

Die Ausschreibungsverfahren sind formalisiert und für alle Gymnasien gleich. Teilnehmen kann nur, wer zuvor ein Schulleitungseignungsfeststellungsverfahren erfolgreich durchlaufen hat. Dem Vernehmen nach reicht es allerdings nicht, dieses Wort auswendig buchstabieren zu können.

Interne Bewerber werden in einer solchen Ausschreibung nicht bevorzugt. „Sie haben die gleichen Chancen wie alle anderen”, sagt Elke Brühls. Und die Sprecherin der Bezirksregierung in Köln ergänzt: „Sie müssen jedoch ihre Verwendungsbreite nachweisen.” Verwendungsbreite heißt, dass sie bestimmte Aufgaben bereits an anderen Schulen wahrgenommen haben müssen, sonst haben Bewerber keine Chance.

Die Stadt als Schulträger nimmt zunächst nur eine Beobachterrolle ein. Zwar hält es der Fachbereichsleiter Schule, Willi Seyffarth, für wichtig, dass „jemand im Sozialwesen vor Ort verankert ist”, was für einen internen Bewerber sprechen würde. Aber: „Es kann nicht Sache des Schulträgers sein, da Einfluss zu nehmen.” Das kann die Stadt frühestens bei der Wahl des Schulleiters durch die Schulkonferenz, in die die Stadt einen Vertreter entsendet.
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