Stolberg - Schützen lassen 350 Jahre Revue passieren

Schützen lassen 350 Jahre Revue passieren

Von: Toni Dörflinger
Letzte Aktualisierung:
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Ein Werk, das sich sehen lassen kann: Jeannette Gräfin Beissel von Gymnich (l.), Susanne Henrich-Ramm und Michael Wirtz begutachten das Festbuch zum 350-jährigen Bestehen der Bruderschaft. Foto: T. Dörflinger

Stolberg. „Heimatgefühl sorgt für Lebensqualität”, sagte Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff, als er am Sonntag in der Pfarrkirche St. Lucia den Festgottesdienst anlässlich des 350-jährigen Bestehens der Stolberger Schützenbuderschaft St. Sebastianus zelebrierte.

Zur Lebensqualität gehört laut Mussinghoff auch die Integration ausländischer Mitbürger, „die der Freundschaft, der Aufmerksamkeit und der Hilfe der Schützenfamilie bedürfen”.

Der Bischof war neben dem ehemaligen Dompropst Hans Müllejans, der als Präses 1959 schon das 300-Jährige der Schützenbruderschaft miterlebt hatte, und dem Pfarrer von Heimbach, Hans Doncks, Zelebrant des gut besuchten Festgottesdienstes.

Begonnen hatten die Feierlichkeiten mit dem großen Zapfenstreich bereits am Samstagabend auf dem Kaiserplatz. Für die musikalische Gestaltung waren dort das Bundestambourkorps Alte Kameraden aus Würselen und der Instrumentalverein aus Richterich zuständig.

Anschließend lud Schirmherr Michael Wirtz die rund 150 Stolberger, die der Zeremonie beiwohnten, zum Empfang ins alte Rathaus ein.

Auf die enge Verbindung der Schützen zur einstigen Herrschaft Stolberg ging Jeannette Gräfin Beissel von Gymnich ein, die als Schirmherrin eine Passage aus der dokumentierten Vergangenheit der Bruderschaft zitierte: „1766 baten die Schützen den damaligen Burgherrn Franz Hugo Edmund Freiherr Beissel von Gymnich um eine Holzspende, weil die Stange für den Vogelschuss so verfault war, dass sie nicht mehr zu gebrauchen und dringend erneuert werden musste.”
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