Stolberg - Schüler in Mausbach mehrfach vom Bus stehen gelassen

Schüler in Mausbach mehrfach vom Bus stehen gelassen

Von: Doris Kinkel-Schlachter
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Schüler drängeln beim Einsteigen: In Mausbach hatten sie dazu erst gar keine Gelegenheit, denn der Bus fuhr weiter. Foto: stock/fishman

Stolberg. Dietmar Grot hat die Nase voll und schreibt dem Geschäftsführer der Aseag, Michael Carmincke, eine E-Mail. Zum wiederholten Male wurde seinen beiden Söhnen und weiteren Schülern am Mittwochmorgen der Einstieg in den Bus S Liester Hauptschule um 7.20 Uhr, Mausbach-Kirche, verwehrt, schreibt der Vater.

Der Bus sei ohne anzuhalten an der Haltestelle vorbeigefahren. Die Folge: Der Unterricht habe ohne die Jungs begonnen. „Beide besuchen das Ritzefeld-Gymnasium. Der eine hatte Französisch, der andere Englisch in der ersten Stunde. Gut, dass keine Arbeit geschrieben wurde“, sagt Grot.

Die Zustände in Mausbach beschreibt er mit einem Wort: kata-strophal. Zu dem Problem gesellt sich noch ein weiteres. Grot: „Interessanterweise ist es immer der gleiche Busfahrer, der die Schüler stehen lässt.“ Die Möglichkeit, seine Kinder mit dem Auto zur Schule zu fahren, hatte der Mausbacher an besagtem Mittwoch nicht, „ich war schon auf dem Weg zur Arbeit, sonst hätte ich reagieren können“. Aber es sei ja nicht Sinn und Zweck vom öffentlichen Personennahverkehr, letztlich doch selber fahren zu müssen.

Damit verweist er auch auf die Eltern, die ihre Kinder zu vorgelagerten Haltestellen bringen würden, damit sie einen gesicherten Platz im Bus hätten. Fährt der Bus dann die Haltestelle Mausbach-Kirche an, sei er rappelvoll. „Da die Busse in Mausbach immer sehr voll sind und die Servicebereitschaft dieses Fahrers ohnehin ausbaufähig ist, muss unverzüglich eine Lösung gefunden werden“, betont Grot.

„Wir sind vor Ort“

„Bitte teilen Sie mir mit, wie Sie in Zukunft eine reibungslose Beförderung der Schüler in Mausbach gewährleisten möchten“, heißt es im letzten Satz seiner an den Aseag-Geschäftsführer gerichteten Mail.

Sie ist angekommen, bestätigt Anne Linden. „Und wir sind vor Ort“, betont die Pressesprecherin des Busunternehmens. Seit Freitag sei man mit Personal draußen. Und das sei auch ein Signal an den Kollegen, „der da einfach vorbeifährt“. In Mausbach würden Zählungen vorgenommen. „Von Rothe Gasse und Gressenich kommen zwei Busse in relativ kurzem Abstand“, so Linden. Einer sei in der Tat sehr voll, in dem anderen gebe es noch Kapazitäten. Die Mitarbeiter würden die Schüler derzeit darauf aufmerksam machen, auch den zweiten Bus zu nehmen. „Dieser frühere Wagen fährt einen kleinen Schlenker und braucht somit etwas länger. Er kommt aber auch pünktlich auf der Liester an, schließlich ist es ein S-Bus.“

Wenn die Zählungen abgeschlossen sind und man bei der Aseag zu dem Ergebnis kommen sollte, dass die zwei Busse nicht ausreichen, um der Beförderung der Schüler gerecht zu werden, „werden wir auf einen Gelenkbus umschwenken“. Darauf hoffen die beiden Grot-Söhne. Leon: „Die Schülerzahlen sind definitiv gestiegen. Meiner Meinung nach muss das angepasst werden.“

Ein Gespräch mit dem Busunternehmen wird auch die Realschule Mausbach in der nächsten Woche führen. Ausfälle in der Vergangenheit wurden in der Schulkonferenz thematisiert.

Udo Griese vom städtischen Schulamt sind die Probleme noch nicht zu Ohren gekommen. Allerdings sagt er auch, dass es Sache der Aseag sei, diese zu lösen.

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