Schüler des Goethe-Gymnasiums geben kreative Antworten

Von: Jan Schlegelmilch
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Was wäre wenn...?: Der Literaturkurs der Jahrgangsstufe 12 des Goethe-Gymnasiums präsentierte seine kreativen Antworten im Rahmen des 20. Schüler-Theater-Festivals. Foto: Jan Schlegelmilch

Stolberg. „Was wäre wenn...?” Das hat sich jeder von uns in bestimmten Situationen sicher auch schon einmal gefragt. Auch einige Schülerinnen und Schüler des Goethe-Gymnasiums haben sich im vergangenen halben Jahr mit dieser philosophischen Fragestellung im Literaturkurs der Jahrgangsstufe 12 auseinandergesetzt.

Ihre kreativen Antworten präsentierten sie im Rahmen des 20. Schüler-Theater-Festivals jetzt in der Aula ihrer Schule. „Eine Chance - Was wäre wenn...?” war nämlich das Thema, zu dem die Schülerinnen und Schüler im Literaturunterricht im zweiten Schulhalbjahr an zwei Inszenierungen gearbeitet haben.

Dabei schrieb die eine Gruppe ganz klassisch ein Theaterstück, die andere Gruppe entschied sich mit einem selbst gedrehten Film für eine modernere Form der Darstellung. Die unterschiedliche Art und Weise der Inszenierungen, bei denen das Theaterstück „Eine Biographie” von Max Frisch als grobe Vorlage diente, änderte aber nichts an der inhaltlichen Qualität der Beiträge, die bei Eltern, Freunden und Lehrern im Publikum sehr gut ankamen.

So fragen sich auch die beiden Freunde Tommy und Andi „Was wäre wenn...?”, als sie sich wie so oft mit einem Bier in der Kneipe wiederfinden und ihr erfolgreicher Freund Franz-Leopold mit seiner Frau auftaucht. Was tatsächlich passiert wäre, wenn Tommy in seiner Jugend nicht zu dem Date mit Franz-Leopolds zukünftiger Frau zu spät gekommen wäre, oder wenn Andi Franz-Leopold früher nicht bei einer Autopanne ausgeholfen hätte, erfuhr das Publikum in Form einiger humorvoller Rückblenden auf der Bühne. Im Nachhinein müssen die beiden Freunde aber einsehen, dass ihr Neid auf den „Glückspilz” Franz-Leopold überhaupt nicht begründet ist.

Im Gegensatz zu dem Theaterstück behandelte der 35-minütige Film der anderen Gruppe des Literaturkurses mehr das Thema der „zweiten Chance”. Diese bekommt Häftling Christopher Jones nämlich, nachdem er nach dem Fund einer Leiche im Kofferraum des Wagens seines Bruders Pitty ins Gefängnis musste. Doch die Chance, sein Leben anschließend außerhalb der Gitter in den Griff zu bekommen, nutzt Christopher nicht - im Gegenteil. Zweimal führt der Weg zurück in den Bau, ehe Christopher mit Hilfe der anderen Insassen überhaupt begreift, was in seinem Leben falsch läuft.

Festival-Urkunde überreicht

„Ich fand den Film sehr beeindruckend”, lobte Schulleiterin Stefanie Luczak die Regisseure und Schauspieler im Anschluss und gab zu: „Als ich den Film zuerst im Zinkhütter Hof gesehen habe, hatte ich Bauchschmerzen, aber ihr habt das wirklich grandios gemacht.”

Für ihre tolle Arbeit bekamen alle Schüler von Bürgermeister Ferdi Gatzweiler die Urkunde des 20. Schüler-Theater-Festivals überreicht.
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