Schon 8000 neue Mitglieder alleine in diesem Jahr

Von: Jürgen Lange
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Stolberg. Ein Zuwachs an Versicherten um 7,7 Prozent im ersten Halbjahr, ein deutlicher Überschuss aus dem Vorjahr, eine 3,5 Millionen Euro Prämienausschüttung an die Mitglieder und der Verzicht auf einen Zusatzbeitrag sind die Eckpunkte des Geschäftsberichts der BKK Alp plus, den Vorstand Josef Alt gestern in Stolberg präsentierte.

Einen Umsatz von 200 Millionen Euro verzeichnete die deutschlandweit tätige Betriebskrankenkasse im vergangenen Jahr allein im Bereich der Krankenversicherung. Dabei erwirtschaftete sie einen Überschuss von 8,7 Millionen Euro, der zu einem Teil in Form von Prämien an die Mitglieder ausgeschüttet werden.

Für das zweite Halbjahr 2009 erstattete die BKK Alp plus im März insgesamt 1,7 Millionen Euro, im September folgen weitere 1,8 Millionen Euro für das erste Halbjahr 2010. Der übrige Überschuss wird vermögenssteigernd zur Absicherung der politischen Unwägbarkeiten im Gesundheitssystem zugunsten der Versicherten mündelsicher angelegt.

Im Vorjahresvergleich ist zwar der Überschuss um 6,5 Millionen Euro gesunken, dies sei aber bedingt gewesen durch die gesetzliche Umstellung des Krankenversicherungswesens auf den Gesundheitsfond, betonte Alt. Für das laufende Jahr erwartet der Vorstand ein ausgeglichenes Ergebnis.

Die Geschäftsentwicklung erlaubt es der Betriebskrankenkasse, für das laufende Jahr eine Erhebung eines Zusatzbeitrages garantiert auszuschließen. Inwieweit eine solche Garantie im kommenden Jahr gewährt werden kann, hängt von den Entscheidungen in Berlin ab. „Bei gleichen politischen Voraussetzungen und gleicher wirtschaftlicher Ausgangssituation erheben wir auch 2011 keinen Zusatzbeitrag”, grenzte Alt die Rahmenbedingungen ein. Finanziell stehe die Kasse auf gesunden Füßen.

2,5 Monatsmargen werden vorgehalten, während bereits bei 0,25 von einer stabilen Liquidität ausgegangen werde.

Gleichwohl bereite die politische Diskussion wie auch die wirtschaftliche Entwicklung einiger anderer Kassen der Branche Sorge. Das aktuelle Gesundheitssystem werde im kommenden Jahr in Deutschland zu einem strukturellen Fehlbetrag von 13 Milliarden Euro führen. Die Erhebung von Zusatzbeiträgen sei generell gesehen keine gute Lösung, weil sie zu einem unverhältnismäßig hohen Verwaltungsaufwand bei den Kassen führen und die Einnahmen nicht zwingend in den Gesundheitsfond fließen, so Alt.

In ihrem Verzicht auf einen Zusatzbeitrag sieht die BKK Alp plus einen Grund für die positive Entwicklung ihrer Versichertenzahlen. Sie stiegen in den ersten beiden Quartalen diesen Jahres um 8000 auf 112.000 Versicherte; 70 Prozent davon leben in der Region. Dank dieses „gesunden Wachstums” in einer soliden Versichertenstruktur, eines sorgfältigen Wirtschaftens sowie eines umfangreichen Programms zur Gesundheitsförderung und genesungsbegleitender Maßnahmen stehe auch die Betriebskrankenkasse auf finanziell gesunder Basis. „Investitionen in die Prävention senken letztlich Anzahl und Aufwand für Behandlungen”, sagt Josef Alt.

Deshalb soll die Teilnehmerquote von derzeit rund 20 Prozent konsequent gesteigert werden durch den Ausbau des Programms auch in der Region.

Neue Kooperation mit Hertha

So bieten die Stolberger neuerdings einen Vitalurlaub in Monschau an und hat eine Kooperation mit dem TSV Hertha Wahlheim geschlossen. Während der neue Sportpark zukünftig den Namen BKK Alp plus tragen wird, werden sich die diplomierten Sport und Fitness-Trainer des Judo-Bundesligisten bei Präventionskursen für die Versicherten einbringen.
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