Schlussstrich im Helene-Weber-Haus

Von: Michael Grobusch
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Nach der persönlichen Verabschiedung in Stolberg will sich Mechtilde Boland-Theißen auf ihre neue Aufgabe als Fachbereichsleiterin der Stadt Coesfeld vorbereiten. Foto: M. Grobusch

Stolberg. Am Mittwoch ist ihr letzter Arbeitstag. Nach zwölf Jahren wird dann Schluss sein im Helene-Weber-Haus, das sie als Geschäftsführerin und Leiterin maßgeblich und nachhaltig geprägt hat. „Natürlich gibt es ein lachendes und ein weinendes Auge”, räumt Mechtilde Boland-Theißen ein.

Doch in den Stunden der persönlichen Verabschiedungen will sie sich eines immer vor Augen führen: „Ich kann ein gut aufgestelltes Haus übergeben. Das macht die Sache für mich einfacher.” Über die Zeit in Stolberg und die Herausforderungen, die sich ihr als neue Fachbereichsleiterin der Stadt Coesfeld stellen werden, hat sich Boland-Theißen im Gespräch mit unserer Redaktion geäußert.

Kurz vor Weihnachten hat es die Nachricht aus Berlin gegeben, dass die Förderung des Mehrgenerationenhauses als Abteilung des Helene-Weber-Hauses fortgesetzt wird. Außerdem sind Sie nach zweijähriger Vorbereitung vom Gütesiegelverbund Weiterbildung NRW zertifiziert worden. Das lässt doch optimistisch in die Zukunft blicken?

Boland-Theißen: Zweifellos. Das sind Zeichen für das, was wir in den vergangenen zwölf Jahren gemeinsam geschafft haben. Das Haus ist sehr gut aufgestellt.

Wie wird die Übergangsphase bis zum Dienstantritt Ihrer Nachfolgerin oder Ihres Nachfolgers aussehen?

Boland-Theißen: Meine bisherige Stellvertreterin Marianne Kaufmann wird die Leitung kommissarisch übernehmen. Wir haben alles gegeben, um gute Übergänge zu schaffen. Und ich habe keinen Zweifel daran, dass dies auch gelingen wird. Das Helene-Weber-Haus ist eine tolle Einrichtung, die es verdient hat, dass es gut weitergehen wird.

Für Sie ist die Arbeit also jetzt beendet?

Boland-Theißen: Ich bin natürlich in Rufbereitschaft und stehe immer zur Verfügung, wenn es Fragen gibt. Prinzipiell aber gilt: Ich bin weg. Ich gehöre nicht zu den Leuten, die nicht loslassen können. Zwischen den Feiertagen habe ich Urlaub. Diese Zeit werde ich nutzen, um das Kapitel Stolberg abzuschließen und mich auf meine neue Tätigkeit vorzubereiten.

Die Stadt Coesfeld ist schuldenfrei und hat Vollbeschäftigung. Ist der Wechsel für Sie eine Reise ins Paradies?

Boland-Theißen: So würde ich das nicht bezeichnen. Auch in Coesfeld muss gespart werden, derzeit laufen die Diskussionen über Etatkürzungen in Gesamthöhe von fünf Millionen Euro, an denen die Bürger beteiligt werden. Das ist erforderlich, weil den Kommunen immer mehr Aufgaben und Ausgaben übertragen werden. Ich freue mich aber sehr auf Coesfeld. Coesfeld ist so, wie man sich eine Bilderbuchstadt vorstellt. Überschaubar, mit einem historischen Kern und guten Strukturen.

Sie werden Fachbereichsleiterin. Wo liegen Ihre Zuständigkeiten?

Boland-Theißen: Ich werde verantwortlich sein für den Bereich Kultur, Kulturförderung und Weiterbildung. Dazu zählen unter anderem auch das Archiv, das Museum, die Stadtbücherei sowie die Musikschule und die Volkshochschule, die im Verbund mit anderen Kommunen betrieben werden.

Wie werden Ihre letzten Arbeitsstunden im Helene-Weber-Haus aussehen?

Boland-Theißen: Ich werde mich von vielen Menschen, die mir ans Herz gewachsen sind, persönlich verabschieden.

Und was werden Sie ihren Kolleginnen mit auf den Weg geben?

Boland-Theißen: Die Kolleginnen sind engagiert, professionell und arbeiten bedarfsgerecht. Es gibt eigentlich nur einen Ratschlag, den ich ihnen geben möchte: Weiter so!
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