Schlechte Straßen, aber kein Geld für die Sanierung

Von: Ottmar Hansen
Letzte Aktualisierung:
Straße Sanierung Stolberg
Die Galmeistraße hat es besonders nötig. In der überbreiten Straße ist der Asphalt an vielen Stellen tief aufgerissen. Und außerdem liegen noch die alten Schienen der Straßenbahn in der Fahrbahn. Foto: O.Hansen

Stolberg. Insgesamt 281 Straßen und und Wirtschaftswege in Stolberg sind so marode, dass sie erneuert oder zumindest repariert werden müssten. Der Stadt fehlt allerdings das Geld. Angesichts der leeren Kassen wurde im Verkehrsausschuss jetzt eine Prioritätenliste von Straßen aufgestellt, bei denen der Handlungsbedarf am dringendsten ist.

So sollen immerhin 24 Straßen bis zum Jahr 2018 saniert werden.

Ähnlich war der Stadtrat im Jahr 2007 vorgegangen. Von der damals abgesegneten Liste wurden bis heute Bachstraße, Steinbachstraße, Rainweg, Michaelstraße/Erikaweg, Frankentalstraße Lindenstraße, Am Lindchen, Kranensterzstraße und Am Hang saniert. Die Reparatur der Aachener Straße steht unmittelbar bevor, die neue Decke der Friedrich-Ebert-Straße ist im Bau.

Jetzt gibt es erneut für sechs Jahre einen Plan von Straßen, die es „besonders nötig“ haben. Bis 2018 sollen 24 Straßen angegangen werden. Eine Investition von 19,9 Millionen Euro. Zieht man die Fördermittel ab, bleiben bei der Stadt immer noch Kosten von 5,77 Millionen Euro hängen. Die Auflistung des Tiefbauamtes wurde jetzt im Verkehrsausschuss verabschiedet. Mit kleinen Änderungen. Demnach werden im laufenden Jahr noch Sebastianusstraße und Aachener Straße angegangen.

Im Jahr 2014 werden die Bagger anrollen in: Albert-Schweitzer-Straße, Derichsberger Straße, Werther Straße, Rhenaniastraße, Narzissenweg, Rosenweg, und Obere Donnerbergstraße. Im Jahr 2015 werden erneuert: Prämienstraße, Galmeistraße, Vichter Straße, Reitmeisterweg, Rathausstraße, Am langen Hein. 2016 rollen die Bagger nach Atzenach und in die Don-Bosco-Straße. 2017 werden folgende Straßen saniert: Leuwstraße, Am Schacht, Lerchenweg und Weiherstraße. Für das Jahr 2018 haben sich die Planer aufgehoben die Poststraße, die Weidenstraße und die Concordiastraße.

„Wir hätten die Liste locker um 50 Straßen erweitern können“, bedauerte Tiefbauamtsleiter Manfred Kistermann vor dem Ausschuss, dass man gezwungen war, eine Auswahl zu treffen. Der Zustand der Stolberger Straßen war aufgrund von Luftbildern erfasst worden. Ein Sachverständiger war die Straßen im Jahr 2010 zudem abgeschritten. So hatte die Stadt nicht nur ihr Straßenvermögen ermittelt, sondern zugleich festgestellt, wo der Asphalt besonders dringend saniert werden muss.

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