Schau mit Tiefsinn: Jugendberufshilfe zeigt Ausstellung im Rathaus

Von: Toni Dörflinger
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Schau mit Tiefsinn: Chantal Spiertz (v.l.), Lennart Kästner, René Beyer und Melissa Scharfeld erläuterten ihre Beweggründe für die Schau im Rathaus-Foyer. Foto: T. Dörflinger

Stolberg. Wo ist meine Heimat? Wo fühle ich mich zu Hause? Was erdet mich? Mit diesen und ähnlichen Fragen haben sich 18 Jugendliche der Jugendberufshilfe Stolberg beschäftigt. Ausgerüstet mit einer Kamera, machten sie sich auf die Suche nach den Orten des persönlichen Wohlgefühls und der Geborgenheit, aber auch des Rückzugs und der Einsamkeit.

Das Ergebnis dieser Auseinandersetzung präsentieren die Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 18 Jahre noch bis Freitag im Foyer des Stolberger Rathauses.

Gezeigt werden dort rund 60 klein- und großformatige Bilder, die auch die Geschichte und Bedeutung der Kupferstadt berücksichtigen. Stellvertretend für die anderen an der Bildauswahl und Ausstellung beteiligten Jugendlichen erläuterten jetzt anlässlich der Vernissage Lennart Kästner, Melissa Scharfeld, René Beyer und Chantal Spiertz ihre ganz eigenen, persönlichen Beweggründe, die sie angetrieben haben, ihre Kamera auf den Lieblingshund, das Baumhaus, den Steinbruch und das Bett zu richten.

Übereinstimmend erklärte die Vier, dass die ausgewählten Motive stellvertretend für Geborgenheit, Halt, Kommunikation und Freundschaft stehen, aber auch Rückzug und Distanzierung darstellen können. Des weiteren wurden Bilder ausgewählt, die als Sinnbilder für Geschichten zu verstehen sind.

Diese Geschichten und Hintergründe wurden aufgeschrieben und sind jetzt in verkürzter Wiedergabe im Foyer des Rathauses auf kleinen Texttafeln zu sehen.

Nicht nur Schönheit zählt

Die ausgestellten Bilder sind nicht nur allein wegen ihrer Schönheit aus rund 2000 gemachten Fotografien ausgewählt worden, sondern auch, weil sie dem Betrachter Einblicke in das Seelenleben und die Psyche der beteiligten Jugendlichen erlauben.

Unterstützt wird die Schau von der Kulturstiftung der Sparkasse Aachen, deren Repräsentant Klaus Wohnaut ebenso wie zahlreiche Kommunalpolitiker und Jugendamtsmitarbeiter der Ausstellungseröffnung beiwohnten. Für die einleitenden Wort war Katja Knospe von der Jugendberufshilfe verantwortlich.

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