Rund 100 Spender nutzen Angebot des DRK zum Jahreswechsel

Von: Dirk Müller
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Stephan Hoffmann auf der Erholungsliege. Der Polizeibeamte ist einer von rund 100 Spendern zum Jahreswechsel und „Wiederholungstäter”: Er spendete bereits zum 17. Mal sein Blut. Foto: D. Müller

Stolberg-Breinig. Auf der Schwelle zum neuen Jahr werden viele gute Vorsätze gefasst - manche davon halten kaum länger als das Feuerwerk, andere wiederum werden dauerhaft beherzigt. Oftmals ist ihnen gemein, dass sie ich-bezogen sind.

„Ich werde mehr Sport treiben”, „ich werde mich gesunder ernähren” oder „ich höre auf zu rauchen” sind die Klassiker unter den Dingen, die man sich für das neue Jahr vornimmt, um sich selbst etwas Gutes zu tun.

Am Tag vor Silvester nutzten rund 100 Menschen in Breinig hingegen die Gelegenheit, noch im Jahr 2010 eine gute und sinnvolle Tat für die Allgemeinheit zu vollbringen, indem sie Blut spendeten. Trotz den Schneemassen geschuldeter Parkplatzprobleme in der Nähe des Pfarrheims „Goldener Stern” fanden sich bereits in der ersten Stunde der Aktion des DRK 45 Blutspender in den Räumlichkeiten ein.

Lediglich fünf von ihnen waren so genannte „Erstspender”, alle anderen „Wiederholungstäter” aus Überzeugung. Zu diesen gehörte auch Marianne von Hoegen, die schon zum 24. Mal einen halben Liter ihres „Lebenssafts” spendete, um damit Menschen zu helfen.

„Ich gehe meist zweimal im Jahr zur Blutspende, denn Menschen, die unter einer schweren Krankheit leiden und eine schwere Operation über sich ergehen lassen müssen, sind auf die Blutkonserven angewiesen. Wenn man selber vielleicht einmal in so eine Situation kommt, und das eigene Leben davon abhängt, ist man ja auch froh, dass es Leute gibt, die Blut spenden”, erklärte die 64-Jährige. Solange es medizinisch vertretbar sei, werde sie selbstverständlich weiterhin an den Blutspendeaktionen des Deutschen Roten Kreuzes teilnehmen.

Stephan Hoffmann (29) ließ sich ebenfalls bereitwillig 500 Milliliter seines Bluts „abzapfen”. Für ihn war es die 17. Blutspende. „Vor zehn Jahren, während meiner Ausbildung zum Polizeibeamten, habe ich zum ersten Mal gespendet. Seitdem bin ich regelmäßig dabei”, sagte der Polizist, der in seinem Beruf immer wieder mit Verletzten nach Verkehrsunfällen konfrontiert wird. Die Notwendigkeit des Blutspendens brachte er auch aus diesen Erfahrungen heraus auf einen einfachen wie klaren Nenner: „Blut spenden bedeutet Leben retten.”

Tatsächlich kann Blut nicht künstlich hergestellt werden, so dass viele Menschen zwingend auf die Konserven der Spender angewiesen sind. Das Rote Kreuz sichert die Blutversorgung rund um die Uhr, auch an Sonn- und Feiertagen, und benötigt dazu die Unterstützung der Bevölkerung.

Jeder Gesunde ab 18 Jahren kann sein Blut spenden, lediglich Erstspender dürfen nicht älter als 68 Jahre sein. Man benötigt nicht mehr als einen gültigen Personalausweis, etwa eine Stunde Zeit und den Willen, es zu tun. Neben dem guten Gefühl, anderen Menschen zu helfen, bekommen die Spender außerdem einen kleinen Gesundheits-Check: Das Blut wird auf HIV (Aids-Erreger), Hepatitis sowie Syphilis untersucht und die Blutgruppe bestimmt.

Dem durch die Abgabe eines halben Liters vom „Saft des Lebens” entstandenen Volumenverlust wirkt das Team vom DRK Breinig übrigens äußerst appetitlich entgegen. Bei den jeweils vier Blutspendeaktionen jährlich in Breinig und Mausbach servieren die Ehrenamtler den Spendern anschließend Getränke und Speisen - als Dank zum Jahresende ein reichhaltiges Menü.

Auch im Pfarrheim „Goldener Stern” waren 20 Freiwillige um Bereitschaftsleiterin Elke Kirch im gastronomischen Einsatz. Lebensmittel wurden eingekauft und in der Küche zubereitet, zirka 100 Drei-Gänge-Menus mit Getränken serviert und abgeräumt sowie Gläser und Geschirr gespült und abgetrocknet. Am Silvestertag stand dann noch Aufräumen und Putzen auf dem Programm - viel Arbeit, die die Breiniger DRKler sich aber gerne acht Mal im Jahr aufbürden, um den Menschen die lebensrettende Blutspende „schmackhaft” zu machen.

Die nächsten Blutspende-Termine

Donnerstag, 24. Februar, 16.30 bis 19.30 Uhr, Pfarr- und Jugendheim Mausbach, Dechant Brock Straße.

Montag, 21. März, 16 bis 20 Uhr, Jugendheim Münsterbusch, Rotdornweg 2.

Dienstag, 22. März, 16.30 bis 20 Uhr, Pfarrheim Breinig „Goldener Stern”, Alt Breinig 46.

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