Rückblick auf das Jahr 2014: Januar und Februar

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Seltenes Bild: viele Menschen im Steinweg. Die Fußgängerzone ist zu Jahresbeginn immer wieder Thema: Tamaris schließt, Victor kündigt das Ende an. Was kommt danach, und sollen hier Autos fahren?
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25 Millionen Euro sollen in den Ausbau der Bleihütte investiert und die Silberproduktion von 350 auf 700 bis 800 Tonnen im Jahr erhöht werden.
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Februar: Der Umbau der Rathausstraße geht in die nächste Testphase. Vor der Post gibt es neue Stellplätze und Ladezonen.

Stolberg. Der Jahresbeginn ist gekennzeichnet von froher Kunde für den Leoni-Standort und die Bleihütte und Hiobsbotschaften bei Peltzer, MBR Recycling, Victor und Tamaris. Hier der Überblick.

3. Januar: Die Regio-Entsorgung mietet sich an der Hasencleverstraße ein und betreibt dort den Wertstoffhof. Zunächst für das erste halbe Jahr.

Viele Stolberger lassen sich auf eine Liste setzen, damit die Sternsinger an ihre Türen klopfen und den Segensspruch sprechen.

4. Januar: Die Stadt plant Wohngebiete auf drei Tennenplätzen: 70 Häuser in Breinig, 50 auf der Rotsch und gut 300 weitere Wohneinheiten an der Stadtrandsiedlung sollen der Kupferstadt einen spürbaren Zuwachs versprechen. Für die Sportvereine geht es um mehr Komfort auf Kuntrasenplätzen.

Es ist offiziell: Edilio Gonzalez regiert die Stolberger Narren. Am Vorabend hat der gebürtige Spanier in der Burggalerie die Insignien der prinzlichen Macht überreicht bekommen.

6. Januar: Die Bezirksregierung in Köln hat das Überschwemmungsgebiet der Inde neu festgelegt. Bäume, Sträucher und Äcker, die den Wasserabfluss behindern, sind dort tabu.

7. Januar: Ein weiterer Ausbau der Burg wäre möglich. Doch dazu fehlt ein zweiter Fluchtweg. Ein Haken ist an der Sache: Die Statik des Burgturms ist unauffindbar.

Die Wege zur Notfallapotheke werden weiter. Nicht ganz so dramatisch, meint ein Stolberger Apotheker: Nur jeder zweite Kundenwunsch zur Nachtzeit sei tatsächlich ein Notfall.

8. Januar: Ein halbes Jahr Verzug beim Büsbacher Marienheim. Unerwartete Schwierigkeiten bei der Gründung und Entsorgung des Erdreichs sind schuld. Jetzt geht der Zeitrahmen bis Ende 2016.

Nach knapp einem halben Jahr sind rund 2000 MON-Kennzeichen zugeteilt. 106 Stolberger fahren damit.

9. Januar: Mit zwei Millionen Euro werden Brücken gerettet. Es soll neue Bohlen für die Enke­rei­stra­ße, eine Brücke an der Döllscheider Straße und eine Neukon­struktion in der Hamm geben.

10. Januar: Am Narzissenweg regt sich Widerstand. Die Anwohner beschweren sich über die Pläne zur Sanierung nach dem Kanalbau.

13. Januar: Aushilfsstellen bleiben in Stolberg vielfach unbesetzt. Einige Unternehmen suchen vergebens nach geeigneten Kandidaten. Andere können sich vor Bewerbern kaum retten.

14. Januar: Bass-Ikone Peter Sonn­tag und Ausnahmegitarristin Reno Schnell sind in die USA eingeladen, um bei der „Namm Show“ zu spielen und das internationale Publikum mit ihren Fähigkeiten zu begeistern.

In Münsterbusch läuft die Hallenstadtmeisterschaft im Fußball. Große Überraschungen sind in der Vorrunde ausgeblieben, aber torreiche Begegnungen machen das Turnier zum Publikumsmagneten.

15. Januar: Bürgermeister Ferdi Gatzweiler ist sauer. Grund ist die Verzögerung des Baubeginns zur Modernisierung des Stolberger Bahnhofs. Mit dem Mittelbahnsteig könne frühestens Ende 2016 begonnen werden, heißt es bei der Deutschen Bahn.

Breiniger wollen die Bleifüße bremsen. Am Ortseingang Schützheide werde zu schnell gefahren, sagen die Anwohner.

16. Januar: Klaus Victor hat die Schließung seines Kaufhauses am Steinweg 88-94 zum Jahresende angekündigt. Erste Kündigungen werden ausgesprochen.

17. Januar: 6000 Unterrichtsstunden, 200 Termine und 75 Dozenten am Start. VHS-Leiterin Elfriede Lechthaler präsentiert das neue Semesterprogramm.

18. Januar: Die Kupferstadt will ihre touristischen Potenziale besser vermarkten und der „Mon­schauer Land Touristik“ beitreten. Kräfte bündeln und Kosten reduzieren, heißt die Losung.

Mit dem Schuljahr 2014/15 wird am Berufskolleg Stolberg/Simmerath das „Berufliche Gymnasium für Gesundheit“ eingeführt. Die Stolberger ist die 17. Schule, die an diesem Landesversuch teilnimmt.

19. Januar: Die Kleinen kommen ganz groß raus beim Neujahrsempfang der Stadt. Fünft- und Sechstklässler der Gesamtschule sorgen für ein erfrischend unterhaltsames Programm im Rathaus.

Einweihung bei Fackelschein: Der Dorffer Friedhof hat ein neues Kreuz bekommen.

21. Januar: Die Salzsilos sind bis an den Rand gefüllt. Die Fahrzeuge des Technischen Hilfswerks mussten in diesem Winter kaum ausrücken. Milde Temperaturen lassen den 70 Bediensteten Zeit, andere Aufgaben zu erledigen.

Bei der Hallenstadtmeisterschaft hat es einen Eklat gegeben: Spielabbruch und erhitzte Gemüter, nachdem ein Donnerberger Spieler nach Roter Karte den Schiedsrichter attackiert hat. Bei den Frauen holt der VfR Venwegen den fünften Titel in Folge, Platz 2 geht an die Büsbacher Spielerinnen vom FC Adler. Bei den Herren setzt sich der VfL Vichttal zum zweiten Mal in Folge die Krone auf. Zweiter wird der FC Stolberg.

23. Januar: MBR Recycling gibt seinen Standort Wilhelmbusch auf. Acht Beschäftigte sind betroffen.

Als einziges Korps aus Nordrhein-Westfalen ist der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Stolberg für die Deutsche Meisterschaft der Feuerwehrmusik nominiert worden. Im Oktober geht es nach Hessen.

24. Januar: Der Landesbetrieb ist seiner Zeit voraus: In zwei Wochen soll der Verkehr am Nachtigällchen über die erste Hälfte des Kreisels rollen. Auch die Seniorenresidenz Breinig steht vor dem Startschuss: Zehn Millionen Euro sollen investiert werden; der Bauantrag ist gestellt.

25. Januar: Die erste Bilanz des Sozialdienstes katholischer Frauen zu den Familienhebammen zeigt einen großen Bedarf auf. Das Angebot wird sehr gut genutzt.

Die Stadt ernennt Arnd Praschinger zum Inklusionsbeauftragten. Der 43-Jährige bekleidet eine Vollzeitstelle und sieht sich vorrangig als Ansprechpartner, an den man sich vertraulich wenden kann.

28. Januar: Der Steinweg als Outlet-Center? Zumindest eine Option! Stolberg sucht nach Perspektiven für die Zeit nach dem Ende des Kaufhauses Victor. Investoren sind noch nicht in Sicht.

29. Januar: Die Internetverbindung in den Stadtteilen ist so miserabel, dass die ersten Unternehmen aus diesem Grund wegziehen.

Atsch Dreieck wird bis Sommer zur Baustelle. Die Ertüchtigung des Knotenpunkts von L 23 und 236 soll im Februar auf der Rhe­na­nia­straße beginnen.

30. Januar: Regierungspräsidentin Gisela Walsken stellt Stolberg vor die Wahl: Wenn die Märkte auf dem Zincoli-Gelände gebaut werden, wird die Förderung für die Tal­achse gestrichen. Es geht um 7,6 Millionen Euro aus dem Topf Städtebauförderung.

Die Gehag-Häuser auf der Liester haben einen neuen Eigentümer. Für 1,91 Millionen Euro ersteigert die Bothe GmbH fünf Mehrfamilienblocks mit 89 Wohnungen und verspricht die weitere Sanierung der Objekte.

31. Januar: Im Gewerbepark Buschmühle soll ein Apartmenthaus entstehen. Zielgruppe sind Studenten, Singles und Alleinerziehende. Die Rex-Vermögensverwaltung muss allerdings noch ein Lärmgutachten vorlegen.

1. Februar: Experten untersuchen Stolbergs Internetverbindungen. Die BreitbandConsulting.NRW wird den Stadträten aufzeigen, was technisch möglich ist.

Zahlreiche Sportler haben bei den Hallenstadtmeisterschaften der Leichtathleten ihr Können unter Beweis gestellt. In der Sporthalle des Goethe-Gymnasiums wurde auch erstmals ein Hallencrosslauf ausgetragen.

3. Februar: Weil der Winter bisher ausgeblieben ist, schreiten die Arbeiten auf der Großbaustelle Aachener Straße zügig voran.

5. Februar: Peltzer-Werke in Schief­lage: 11 von 70 Mitarbeitern müssen gehen. Betriebsrat und IG Metall haben mit dem Unternehmen einen Sozialplan ausgehandelt.

6. Februar: Der Ausverkauf am Steinweg schreitet voran. Tamaris schließt. Aus dem Laden wird erst einmal ein Lager.

7. Februar: Auch die Werther fordern die Entschärfung einer „Rennstrecke“: Die Kreuzung Vier Wege soll sicherer werden, denn an Tempo 70 auf der L 11 halte sich so gut wie keiner.

8. Februar: Eine neue Sportlerehrung soll her: Ab 2015 werden die Bürger über die besten Athleten des Jahres abstimmen dürfen.

9. Februar: Zog die erste „in memoriam“-Ausstellung mit Werken von Hermann Koch bereits hundert Interessierte an, so sind es heute etwa hundertfünfzig Menschen, die sich im Forum des Zinkhütter Hofs versammelt haben. Dort steht die Vernissage zur Ausstellung von Werken des 1997 verstorbenen Stolberger Malers, Grafikers und Restaurators Bert Stollenwerk an.

11. Februar: Der Umbau der Rathausstraße geht in die nächste Testphase. Jetzt ist der Bereich vor Sparkasse und Post an der Reihe. Es gibt neue Stellplätze und Ladezonen.

13. Februar: Bürgermeister und Kämmerer freuen sich über positive Post von der Bezirksregierung. Trotz eines Minus‘ von einer Million Euro ist der städtische Haushalt nahezu in Rekordzeit genehmigt worden.

Derweil scheint die Stadt eine einzige Baustelle zu sein. Aus den südlichen Stadtteilen kommt der Autofahrer kaum noch in die City. Einer Straßensperrung folgt die nächste.

14. Februar: Viele Eltern sind nicht in der Lage, die warme Mahlzeit in Kita oder Schule zu zahlen – auch wenn‘s nur noch ein Euro Elternanteil pro Essen ist. Ihnen hilft „Mieki“, Mittagessen im Kindergarten, ein im Herbst 2007 von der Arbeiterwohlfahrt ins Leben gerufenes Projekt, das offensichtlich noch längst kein Auslaufmodell ist.

Pro Bewerber zwei Stellen zur Auswahl: In vielen Handwerksberufen herrscht großer Nachwuchsmangel.

15. Februar: Auch für die dritte Eingangsstufe reichen die Plätze nicht aus. Der Ansturm auf die Gesamtschule hält an. 175 Anmeldungen werden gezählt.

19. Februar: Die Verschuldung der Stadt ist zwar gesunken, aber der Einbruch bei der Gewerbesteuer trübt die Bilanz: 4,6 Millionen Euro weniger Einnahmen.

21 Jahre ist sie jung und Tänzerin in der Lateinformation des TSZ Aachen: Keshia Christ aus Sche­venhütte hat mit dem Bundesligateam im Dezember bei der Weltmeisterschaft in Bremen die Bronzemedaille gewonnen und bereitet sich jetzt auf die Europameisterschaft in Düren vor.

20. Februar: Eine breite Mehrheit hat sich für die Öffnung des Steinwegs bis zur Sonnentalstraße ausgesprochen. Die Fußgängerzone soll Einbahnstraße werden.

Ein 22-Millionen-Auftrag aus Indien sichert den Leoni-Standort Stolberg. Die Hälfte wird im hiesigen Werk abgewickelt.

21. Februar: Nach gut einem Jahr will die Caritas Trägergesellschaft West (CTW) die Klinik-Geschäftsführung abgeben. Der Aufsichtsrat des Bethlehem-Krankenhauses sucht eine neue Leitung, nachdem CTW und Kirchengemeinde St. Lucia keine Einigung erzielt haben.

25. Februar: Zeugen verfolgen und fassen junge Serientäter. Ein 15- und ein 16-Jähriger wandern in Untersuchungshaft. Sie sollen Schüler überfallen haben.

26. Februar: 25 Millionen Euro sollen in den Ausbau der Bleihütte Binsfeldhammer investiert werden. Noch in diesem Jahr soll die neue und erweiterte Produktionsstätte in Betrieb gehen, die Silberproduktion von 350 auf 700 bis 800 Tonnen im Jahr erhöht werden.

27. Februar: Die Telekom sagt zu, das Glasfaserkabel von Vicht aus bis nach Zweifall zu verlegen, die Hälfte unterirdisch, den Rest über Masten.

Achtmal Gold für die Mün­sterbuscher Kunstradfahrer. Insgesamt gewinnen die RSC-Sportler 16 Medaillen bei den Bezirksmeisterschaften in Heerlerheide.

28. Februar: Dank einer aufmerksamen Zeugin ist die Polizei einer Betrügerbande auf die Spur gekommen, die offensichtlich im großen Stil Telekommunikationsanbieter um Handys erleichtert. Großfahndung in Stolberg und Wohnungsdurchsuchungen auf der Liester, in Aachen und Köln folgen. Drei aus Zaire stammende Tatverdächtige werden festgenommen.

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