Stolberg - RP bringt mit offenem Ohr für Wünsche Geld

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RP bringt mit offenem Ohr für Wünsche Geld

Von: unserem Redakteur Jürgen Lange
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Stolberg. Regierungspräsident Hans-Peter Lindlar ist am Donnerstag mit 2,8 Millionen Euro in der Tasche ins Rathaus gekommen, um zwei für die Stadtentwicklung bedeutende Projekte finanziell zu unterstützen.

Mit zwei Millionen Euro hat Stolberg jetzt die vorletzte Tranche der Landesförderung für das neue Gewerbegebiet Camp Astrid in der Tasche, dessen Entwicklung das Land mit insgesamt gut elf Millionen Euro gefördert haben wird, wenn auch der letzte Bescheid über 2,1 Millionen Euro eingetroffen ist.

„Bis jetzt hat das immer zeitgerecht funktioniert”, dankt Camp-Geschäftsführer Rolf Wendert für die gute Zusammenarbeit mit der Bezirksregierung. Durch die Landesförderung ist der Grundstückspreis auf 35 Euro pro Quadratmeter festgeschrieben. „Das ist günstig”, merkt Lindlar an und lässt sich von Wirtschaftsförder Andreas Pickhardt das „Ansiedlungskonzept für vorwiegend kleine und mittelständische Unternehmen” sowie die Erschließung erläutern.

Die erfolgt zunächst über Landesstraße, doch Wendert und Wirtz nutzen die Gunst der Stunde zum „Bretter bohren”: Uns schwebt „ein Anschluss an die A4 bei der Raststätte Propsteier Wald wäre optimal”, was aber noch auf Widerstand im Berliner Verkehrsministerium stößt. „Selbst unserem Staatssekretär Achim Großmann ist da noch nicht der Durchbruch gelungen”, verweist Gatzweiler auch auf die erforderliche Abstimmung mit Eschweiler.

Euregionale Bedeutung hat der Ausbau des Museums Zinkhütter Hof zu einem Bildungszentrum, den das Land mit 2,7 Millionen Euro fördert. Mit der ersten Rate über 800.000 Euro würdigt der Regierungspräsident persönlich den Umbau der alten Arbeiterhäuser in einen modernen Lernort.

Bürgermeister Ferdi Gatzweiler wirbt um Rückendeckung für städtebauliche Visionen in der Innenstadt sowie für das Projekt „Soziale Stadt” in Unterstolberg. „Dort unternehmen wir viele Anstrengungen”, untermauert MdL Axel Wirtz (CDU) den Vorstoß mit weiteren Argumenten. Neben Familienzentrum und Mehrgenerationenhaus „gibt es vor allem ein riesiges Engagement der Bürgerschaft”.

Bei der Förderung sozialer Projekte „sieht es zwar ganz günstig aus”, siniert Lindlar. „Aber bei der Wohnbauförderung ist zurzeit alles zur Kofinanzierung von Bundesmitteln abgeschöpft”. Doch dies sind ja auch auf die Zukunft gerichtete Projekte. Und, so mahnt der Regierungspräsident, neuerdings müssen Zuschüsse wie bewilligt auch im Haushaltsjahr abgearbeitet werden. „Das schaffen wir”, versichert Gatzweiler, „auch wenn wir derzeit intensiv mit Landesmitteln unterstützt werden”.

Jedenfalls verspricht Hans-Peter Lindlar wiederzukommen. Er war zwar bereits Festredner beim Neujahrsempfang des Bürgermeisters, „aber ich habe mir noch nie Stolberg angesehen”; das möchte der Regierungspräsident mal in aller Ruhe nachholen. Und dann kann er gleich sehen, wie seine Förderung für den Stolberg-Tourismus umgesetzt wird.

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