Rollen Reisebusse bald aus Schwerin in Stolberg an?

Von: Stefan Schaum
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Stolberg. Gut möglich, dass schon im kommenden Jahr die ersten Reisebusse aus Schwerin anrollen. Erst vor ein paar Tagen hat sich jedenfalls ein dortiges Reiseunternehmen bei Barbara Breuer erkundigt, wo man in der Stadt wohl am besten einen Bus abstellen könne.

Da hat die Leiterin der „Stolberg-Touristik“ sicherheitshalber nachgefragt: „Meinen Sie Stolberg im Harz oder Stolberg im Rheinland?“ Gemeint war das Rheinland und eigentlich sollte sie das nicht wundern: Die Zahl Besucher und der Übernachtungen in der Stadt ist in diesem Jahr kontinuierlich gestiegen.

Im September gab es ein besonders dickes Plus – satte 90 Prozent mehr auswärtige Gäste weist der Landesbetrieb Information und Technik NRW für die Kupferstadt aus. Mag sein, dass das „Kupfermeistertreffen“ der Grund dafür war. Viele Teilnehmer aus Europa waren für dieses Handwerks-Event angereist.

Zudem fand die „Stadtparty“ statt, die ebenfalls regen Besuch fand. Doch auch abseits solcher Höhepunkt ist Breuer überzeugt: „Die Anziehungskraft von Stolberg macht sich mehr und mehr in Zahlen bemerkbar.“

Oft nur für einen Tag

Hatte sie im Januar knapp 400 Anfragen in Sachen Tourismus – von Wandergruppen bis zu Museumsinteressierten – waren es bei kontinuierlich kletternden Zahlen im vergangenen Monat rund 900 Auskünfte.

Sei die Stadt bislang vor allem in der Städteregion wegen ihrer historischen Altstadt und dem kulturellen Angebot bekannt gewesen, häuften sich mittlerweile die Anfragen von außerhalb. „Das ist etwas, das wir im kommenden Jahr ganz klar ausbauen wollen“, sagt Breuer mit Blick etwa auf das Event „Stolberg goes Afrika“ im Juni.

Ob die Hoteliers davon profitieren werden, ist indes fraglich. Denn die Gesamtzahl der Übernachtungen ist von Januar bis September leicht rückläufig. 18875 waren es in diesem Zeitraum, das sind 4,6 Prozent weniger als noch in 2011. Breuer: „Der Trend geht zum Tagestourismus. Besucher kommen morgens in die Stadt, schauen sich alles an und sind am Abend wieder weg.“

Sie kommen übrigens auch aus Belgien und den Niederlanden, wie sie hinzufügt. Dass sie nicht länger bleiben, mag finanzielle Gründe haben. Sie will dennoch versuchen, ihnen längere Aufenthalte schmackhaft zu machen. An der Kupferstadt Stolberg soll es nicht scheitern. „Die Stadt hat viel zu bieten, das sich zu entdecken lohnt.“

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