Rockmusik der 80er und Swingjazz der 30er Jahre

Von: dö
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Hommage an Django Reinhardt (v
Hommage an Django Reinhardt (v.l.): Andreas Güth, Christoph Bormann, Nico Stallmann, Frank Brempel und Martin Henger. Foto: T. Dörflinger

Stolberg. Rockmusik der 1980er Jahre und Swingjazz der Vorkriegszeit, passt das überhaupt zusammen? Wenn die Konzerte an unterschiedlichen Standorten stattfinden, sowieso.

Nur wenige Meter voneinander entfernt - im „The Savoy” und im „Piano” - wurde am Wochenende solch ein Kontrastprogramm geboten. Den Anfang machte die Altstadtkneipe „The Savoy”, wo die Gruppe „T.C. & the Hotshots” auftrat. Sie überzeugte ihr Publikum mit druckvoll gespielter Rockmusik, die von einem charismatischen Sound gekennzeichnet war. Dass in der Kölner Musikszene beheimatete Quintett, das aus Thomas Collins (Gesang), Rainer R. Hamacher (Gitarre), Norbert Nitsch (Keyboard), Frank Pieper (Bass) und Darek Sokolowski (Schlagzeug) besteht, präsentierte sich als Altmeister der Rockbewegung. Ihre detailgetreu und sauber gespielten Coverversionen - eine Rolle spielten dabei Stücke von den Police, Joe Cocker, Gary Moore, Robbie Williams, Queen und Beatles - setzten die aus Aachen, Köln und Solingen stammenden Profimusiker wirkungsvoll in Szene.

Dabei machte sich die langjährige Banderfahrung der fünf Männer im Alter zwischen 42 und 65 Jahren positiv bemerkbar. Schon in den 1970er Jahren waren sie nach eigenen Aussagen in der Kölner Musikszene anzutreffen und spielten seitdem in wechselnder Besetzung in unterschiedlichen Bandprojekten. Das Projekt „T.C. & the Hotspots” verfolgen die altgestandenen Profimusiker seit rund zwei Jahren, „um der Freude am gemeinsamen Spiel und der Umsetzung eingehender Coverversionen gerecht zu werden”. Von diesem Anspruch ließ sich das Quintett auch leiten, als Songs wie „Money for nothing”, „Bad case of loving you”, „Hip to be square” und „Hold the line” erklangen.

Einer ganz anderen Musikrichtung, die dem aber in nichts nachstand, hatte sich die ebenfalls in der Domstadt beheimatete Gruppe „Dick Roit” gewidmet, die im Piano auftrat. Die aus Andreas Güth (Gitarre), Christoph Bormann (Kontrabass), Martin Henger (ebenfalls Gitarre), Frank Brempel (Geige) und Nico Stallmann (Schlagzeug) bestehende Gruppe überzeugte mit Swingjazzstücken, die überwiegend aus der Feder von Django Reinhardt stammten. Reinhardt (1910 - 1953), der als Vater und Begründer des europäischen Jazz gilt, hat zahlreiche Stücke geschrieben, von denen einige beim Piano-Auftritt der in Köln, Aachen und Bonn beheimateten Jungmusiker erklangen.

Dabei machte sich eindrucksvoll bemerkbar, dass die jungen Männer alle eine musikalische Ausbildung genossen haben. Sauber und gefühlvoll spielten sie Reinhardt-Stücke wie Djangology, Belleville, Nuages, Minor Swing, My Serenade und Swing Guitars. Ein wenig getrübt wurde die Atmosphäre dadurch, dass sie vor zahlenmäßig kleiner Kulisse stattfinden musste.
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