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Ritzefeld-Gymnasium: Das Forum Vogelsang macht Schule

Von: Tom Lammertz
Letzte Aktualisierung:
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In Fortbildungen werden sich demnächst die Lehrer des Ritzefeld-Gymnasiums intensiv mit dem Lernort „Forum Vogelsang” befassen. Und das möglichst ohne Ausnahme: So sieht es die Kooperationsvereinbarung vor, die am kommenden Dienstag offiziell von Schul- und Forum-Vertretern unterzeichnet wird. Foto: P. Stollenwerk

Stolberg. In Fortbildungen werden sich demnächst die Lehrer des Ritzefeld-Gymnasiums intensiv mit dem Lernort „Forum Vogelsang” befassen. Und das möglichst ohne Ausnahme: So sieht es die Kooperationsvereinbarung vor, die am kommenden Dienstag offiziell von Schul- und Forum-Vertretern unterzeichnet wird.

Im Gegenzug verdingt sich das Forum als Bildungspartner der Schule, erarbeitet mit Schülern Projekte und Aktionen. Geplant sind etwa jährliche Projekttage für die 9. und 12. Jahrgangsstufe sowie die Weiterentwicklung und Auswertung des bereits gestarteten Zeitzeugenprojekts des Leistungskurses Geschichte.

Aber auch im Sozialwissenschaft-Unterricht, in Kunst-, Film- und Theaterprojekten soll mit dem Forum der gemeinnützigen Gesellschaft Vogelsang „Internationaler Platz im Nationalpark Eifel” (IP) mindestens zwei Jahre lang zusammengearbeitet werden. Verlängerung möglich - und vonseiten des Schulleiters Armin Ochse schon jetzt erwünscht.

Er verweist stolz auf die vielversprechenden Anfänge der dritten Schulpartnerschaft, neben Saint Gobain und dem Zinkhütter Hof, als ein Filmprojekt über Vogelsang aufgegriffen wurde und man in Kooperation mit Vogelsang das Zeitzeugenprojekt ins Leben rief: Eine Schülerin der 12 hatte auf dem Dachboden Tagebuchaufzeichnungen mit Bildern ihrer Vorfahren entdeckt, und diese authentische Vorlage garantierte natürlich besonderes Interesse der Mitschüler. Nicht nur in der 12. - auch in der 9. Jahrgangsstufe.

Doch dabei dürfe man eines nicht aus dem Auge verlieren: Hier geht es um ein trauriges Kapitel der Geschichte; deshalb müssten die jungen Menschen das Bedrückende, mit dem sie konfrontiert würden, erst einmal verarbeiten.

Offenheit und Toleranz

Das gilt laut Ochse sowohl für Zeitzeugen als auch für den Ort Vogelsang am Urftsee, die ehemalige „Ordensburg”, Kaderschmiede der NSDAP. Der - so wollen es die Verantwortlichen - soll zu einem außerschulischen Lernort werden, der aktiv an einer „Zukunft des Erinnerns” arbeitet - zu einem internationalen Platz, geprägt von Offenheit und Toleranz, der Jugendliche für die Demokratie sensibilisiert, ihnen dabei hilft, eigenverantwortlich ihre Position in der Gesellschaft zu finden.

Diese Kompetenzförderung wollen Schule und Forum Hand in Hand übernehmen - mit professionellem pädagogischen und fachwissenschaftlichem Personal und ebensolchen Arbeitsmitteln. Zunächst dienen dafür als Geldquellen die Förderprogramme „XENOS” und die Schulenförderung der Städteregion Aachen.
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