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Ritzefeld-Combo besucht die WDR Big Band im Kölner Studio

Von: Leona Otte
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Die Big Band des Ritzefeld-Gymnasiums zu Gast bei der WDR Big Band aus Köln: Die Schüler schauen interessiert bei der Probe zu. Foto: L. Otte

Stolberg/Köln. Die heutige WDR Big Band findet ihren Ursprung in dieser Zeit und gilt mit 18 Berufsmusikern als eine der Besten der Welt. In der Kupferstadt gibt es eine junge Gruppe, die sich brennend für dieses Jazz-Orchester interessiert.

Die Big Band „Crack Field Stompers” des Ritzefeld-Gymnasiums hatte schon Anfang April 2009 das Vergnügen, zusammen mit einigen Mitgliedern der Kölner Band auf den Kaiserplatz spielen zu dürfen. Und nun wollen die Kinder und Lehrer Christoph Hobinka sehen, was hinter der öffentlichen Arbeit steckt und besuchen eine Probe „der Großen” beim Kölner WDR.

Produzent Lucas Schmid sowie die einzelnen Mitglieder des Ensembles erwarten die Stolberger schon. „Wir bieten den Interessierten sowie den Schul- und Musikklassen diese Studiobesuche an, weil wir es als wichtig empfinden, diese Einladungen zu pflegen, schließlich sind sie unser Publikum von morgen”, sagt Schmid.

Die neueste Konzertreihe „Songs From the Twenties” muss einstudiert werden. Gastarrangeur und Dirigent Dennis Mackrel klatscht in die Hände und fordert somit die Aufmerksamkeit der Musiker. Die einzelnen Stücke werden durchgegangen, und es ist erstaunlich zu sehen, wie Mackrel mit den Mitgliedern kommuniziert. Für Außenstehende ist es kaum überschaubar, doch der Arrangeur aus den USA weiß genau, worauf es ankommt und zeigt den Musikern, wie die einzelnen Passagen besser klingen, damit die jeweiligen Stücke perfekt umgesetzt werden können. Bis es dann heißt: „This is your groove!”

Die Schüler staunen. „Ich finde es super. Es ist vor allem schön, einen Vergleich setzen zu können, das motiviert”, resümiert Ann Heinen (18). Doch wie sieht so ein Vergleich aus? Die Profis machen das beruflich, sie müssen ein musikalisches Profil aufweisen und in das Ensemble reinpassen. Kontinuierliche Arbeit und Professionalität sind gefragt, damit die Band einwandfrei funktionieren kann, und so wird jeder zu einer musikalischen Persönlichkeit.

Die „Crack Field Stompers” spielen eher hobbymäßig und geben bei Gelegenheit kleine Konzerte oder treten beispielsweise bei Stadtfesten auf. Die insgesamt 30 Mitglieder verschiedener Altersklassen arbeiten immer alle auf ein Stück hin, dabei kann es schon mal zu einem „künstlerischen Chaos” kommen. Aber die Hauptsache ist, dass sie Spaß dabei haben und die Möglichkeit besitzen, Musik zu machen. Denn das ist die Gemeinsamkeit der beiden Bands.

Die Wirkung dieser Probe ist auf die Schüler überaus groß. Sie sehen ein Idealbild und merken, dass sie auch die Fähigkeiten besitzen, einmal so spielen zu können. „Ich würde jedem raten, immer frisch zu bleiben, selbst Musik zu machen und am Ball zu bleiben”, rät Jens Neufang, Saxophonist- und Bassklarinettenspieler.

Die Schüler nehmen die Tipps sehr ernst. „Dieses Treffen heute hat mich schon beeindruckt”, sagt Yeray Diaz (17). „Ich werde nun noch viel mehr an mir arbeiten, denn auch ich habe diesen Traum, Berufsmusiker zu werden.” Und diesem Traum sind keine Grenzen gesetzt.
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